Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 182
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Krajanské setkání v Kahlu nad Mohanem

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obr] Unsere Schlaggenwalder: Marie Stöhr, Mizzi Willander, Blonda Roßmeissl und Rosl Langhammer.

[obr] Dörfl Rudi mit seinen Freunden Gruber und Frau

[obr] Hugo Rebert mit Frau

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Krajanské setkání v Kahlu

Das Heimattreffen in Kahl

Ja, es war wieder schön in Kahl am Main, und ich bereue die weite Anfahrt nicht. Heute, wo ich mich bemühe einige Zeilen darüber zu schreiben, ist es mir unmöglich, alle Rabensgrüner gedanklich zusammenzubringen, ja zum Teil mit großem Anhang, die ich angetroffen, und die mich begrüßt haben.

Schon lange hatte ich es mit meiner Schwester Erna ausgemacht, nach Kahl zu fahren, und so blieb es auch bei unserem Vorhaben. Ich habe ja gehofft, wenigstens einige Rabensgrüner anzutreffen, aber eine so stattliche Zahl überraschte mich dann doch sehr. Da traf ich Bekannte, die ich schon länger als 40 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Die Rabensgrüner erkannten den Spieß Ottl früher als ich sie. Auch mein Freund Edwin war anwesend und wie immer, wir hatten uns wieder viel zu erzählen. Was der eine nicht gewußt hat, das ergänzte der andere. Alte Heimatvertriebene leben ja nur von den Erinnerungen. Ich wäre ja zu gerne einmal nach Schlaggenwald und den Heimatort Rabensgrün gepilgert, aber das war mir leider nicht vergönnt. Erst 1970 war es möglich Rabensgrün wiederzusehen. Ich hatte meinen Heimatort Rabensgrün noch so in Erinnerung, wie ich ihn 1944 das letzte Mal verlassen habe. Meine Enttäuschung bei dem heimatlichen Wiedersehen kann ich hier nicht zum Ausdruck bringen. Vieles war fremd geworden, und es war schwer so manches noch zu finden oder zu erkennen.

Gewiß, auch hier ist es schön, denn die großen Wälder laden zum Spazierengehen ein. Eine kleine Kapelle steht auch darinnen, und so manche Andacht wird im Mai zu Ehren der Muttergottes gehalten, woran ich immer teilnehme. So wäre auch über Hausen, das jetzt meine neue Heimat ist, so manches zu berichten, denn jedes Feldkreuz hat seine Geschichte.

Aber trotz allem bleibt unser schönes Egerland und besonders mein Rabensgrün meine wahre Heimat. Unsere schönen Täler kann man nicht alle auffüllen und auch die Berge nicht abtragen.

Otto Hofmann (Rabensgrün)

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