Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 180
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Vzpomínka na zemřelé při hlavní slavnosti

Totengedenken bei der Hauptkundgebung

Totengedenken bei der Hauptkundgebung

Gedenket der Toten!
Solange sie lebten, stellten sie sich ihrer Zeit.
Was sie forderte, war ihnen Pflicht.
Sie zu erfüllen, regten sie die Hände.
Wenigen nur war bestimmt, ein Held zu sein,
doch jeder trug seinen Teil bei zum Ganzen.
So wuchs aus grauen Tagen
und zersorgten Nächten ihr Vermächtnis.
Unser Gruß geht über Berge, Meere und Flüsse,
überall dorthin,
wo Menschen unserer Heimat ihr Leben ließen,
auf den Schlachtfeldern,
in den Konzentrationslagern,
auf einsamen Straßen,
wo sie liegengelassen, erschlagen,
gehängt, einsam verbluteten.
Unser Gruß gilt jenen,
denen heute noch der Wind der Heimat ein Lied singt,
unter zerborstenen Kreuzen,
überwucherten Steinen und leeren Kirchen.
Wir gedenken aller,
die ihr Leben lassen mußten,
ihres Glaubens wegen, ihrer Rasse, Religion oder
der Zugehörigkeit zu ihrem Volk.
Noch heute sterben Menschen, weil sie für Freiheit,
Recht und Menschenwürde eintreten.
Noch heute werden Männer, Frauen und Kinder gemordet,
weil Mauern und Minen ihnen den Weg zum Bruder versperren.

Doch die Erinn'rung überwächst kein Gras,
und stärker als Steine sind die Herzen.

Tot ist nur, wer vergessen ist.
Sie aber sind bei uns.

Sie stehen ihn unseren Reihen
und mahnen zum Frieden.

Národopisný večer sudetoněmecké mládeže s hosty z Nového Zélandu

Volkstumsabend der Sudetendeutschen Jugend

Volkstumsabend der Sudetendeutschen Jugend

Egerländer Gäste aus Neuseeland

Pfingstsamstag, 25. Mai 1985, Liederhalle, Beethovensaal in Stuttgart

„Was wäre ein Sudetendeutscher Tag ohne den großen Volkstumsabend der Sudetendeutschen Jugend?" Dies war der Tenor bei den begeisterten Gästen. Die charmante Sprecherin Marianne Spinzig führte durch den Abend, der unter der Gesamtleitung von Horst Löffler, Mitglied der Bundesversammlung der SL, stand. Der Funke sprang beim Reigen von Liedern, Tänzen, Gedichten und Geschichten aufs Publikum über, und so dauerte es nicht lange bis die Besucher mitklatschten. Neben den Spielschargruppen aus dem Sudetenland — darunter die Schönhengster, die Südmährer und Egerländer — setzten in diesem Jahr befreundete Volkstumsgruppen aus dem gastgebenden Schwabenland, dem Elsaß und Südtirol besondere Akzente. Überrascht waren die Gäste, als das erste Volksmusikstück von der Volkstanzgruppe und Blasmusik Mutzig aus dem Elsaß dargeboten wurde. Frenetischer Beifall belohnte den Haslacher Dreigesang und die Ratzeller Stubenmusik aus Südtirol.

Die Attraktion an diesem Abend aber war der Beitrag der Egerländer, die mit Unterstützung einer Egerländer Besuchsgruppe aus Neuseeland das Programm bereicherten. Es werden wohl viele erstaunt gewesen sein, daß die Mädchen aus Neuseeland mit den Burschen der Egerland-Jugend Stuttgart den „Howansook" tanzten. Der alte Vetter Stragaben aus Puhoi, Neuseeland, erzählte in Mundart mit seinen 78 Jahren von der abenteuerlichen Überfahrt, die sein Großvater mit 12 Jahren bei der Auswanderung erlebt hatte.

Jeder Besucher fand seine Heimat auf der Bühne wieder und stimmte in das Abschlußlied ein, als erklang: Kein schöner Land in dieser Zeit!

W.M.

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