Zur Begrüßung! – 12. Heimattreffen in Auerbach
Zur Begrüßung!
Ihr laibn Londsleit as Schloggawoal und Umgebung,
hoabts Ualaf gnumma u eich gsetzt in Bewegung,
sads zahlreich kumma za unsrer Begegnung.
Jä dou gibts a kua Zaudern u groußa Überlegung,
ma wül eben dabei sein, ob in Kahl oder Auerboach,
mir hoalten ebn zsomma u bleibn woach,
wolln wiedaseah unerer Noachbarn und Freunde,
man umoarmt sich u graint Tränen der Freude.
Doann setzt ma sich zsoamma u dazült va daham
u woas sunst nuch gscheah is in derer Zeit,
wal ma hoalt san goua sua weit vastreit,
nouchm Westn, nouch Osten, nouch Norden u Süden
u nouch Ländern übern groußn Woasser drüben.
Doch wenn ma hoalt zsommahält,
höiert ma dean Ruf da Huimat af da gonzn Wält.
Auerbach/Opf., am 8. und 9. Sept. 1984 Anni Zimowski, geb. Wawersich
Im letzten Heimatbrief konnte ich über unser Treffen in der Patenstadt Auerbach im September 1984 nichts berichten, weil der HB bereits in Druck war. Die dortigen Zeitungen haben ausführlich über den Verlauf berichtet. Einen Artikel aus dem Niederbayerischen Kurier Bayreuth-Pegnitz kann ich jetzt im Heimatbrief einschalten. Das Treffen war ein schöner Erfolg und zeigte wie treu unsere Landsleute zusammenhalten und daß sie die alte Heimat nicht vergessen. Nur der Wettergott zeigte uns diesesmal die kalte Schulter, aber unverdrossen haben wir das Programm abgewickelt. Entschädigt hat uns dann der schöne große neue Saal der Kolpingsfamilie, wo wir es sehr gemütlich fanden.
Ich möchte schon jetzt darauf aufmerksam machen, daß die Patenstadt im kommenden Jahr 1985 am 13. und 14. Juli ein Bürgerfest feiert. Wir sind dazu eingeladen.
Festliches Programm zum 12. Heimattreffen in Auerbach
AUERBACH. Schlaggenwalder aus nah und fern führte das zwölfte Heimattreffen am Wochenende in die Patenstadt Auerbach. Mit einem Festabend im Kolpinghaus wurde dieser Anlaß gefeiert. Am Sonntag vormittag wurde das Treffen mit Gottesdiensten in der katholischen Pfarrkirche und der evangelischen Christuskirche mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal der Heimatvertriebenen im Friedhof fortgesetzt. Seinen Ausklang fand es mit einem gemütlichen Beisammensein am Sonntag nachmittag im Kolpinghaus. Die Patenstadt selbst hatte zur Begrüßung ihrer Patenkinder die Fahnen gesetzt und mit einem riesigen Transparent am Rathaus die Willkommensgrüße entboten.
Franz Hofmann, der zu den Initiatoren dieses Heimattreffens gehört, erinnerte an die Patenschaftsübernahme vor 28 Jahren. Dies war durch seinen Vater Anton Hofmann und Anton Kunzmann mit dem damaligen Bürgermeister Fritz Finsterer beurkundet worden.
Neben vielen Landsleuten galt der Gruß Hofmanns dem Schirmherrn dieses Heimattreffens, Bürgermeister Hanni Haberberger.
Heimatbrief als Bindeglied
Bürgermeister Hanni Haberberger begrüßte die Patenkinder auch im Namen des Stadtrats und der ganzen Bevölkerung. Er erinnerte an das 25jährige Jubiläum der Patenschaftsübernahme im Jahre 1981. Da der Heimatbrief ein starkes Bindeglied unter den Schlaggenwaldern darstelle, überreichte er an Richard Brummeissl, den Herausgeber, den Stadtkrug. Dank und Anerkennung, so sagte Haberberger, verdienten auch Franz Hofmann und Anton Kunzmann für die Unterstützung bei den Vorbereitungen.
Für die Schlaggenwalder bestand an diesem Wochenende noch ein weiterer Anlaß zum Feiern. In der Heimat war Kirwa. Und als echter Kirwabou erblickte Anton Kunzmann am Kirchweihsonntag auch das Licht der Welt. Er kann am morgigen Dienstag seinen 80. Geburtstag begehen.
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