Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 178
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Vánoční pečení

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wälzen.

Nun kommen die beliebten „Spitzbuben".

300 g Mehl, 1 gestrichener Teelöffel Backpulver, 200 g Zucker, 1 Vanillinzucker, ein Schuß Rum, 250 g Butter, 125 g Mandeln ungeschält gemahlen. Sollte der Teig kleben, stellt man ihn eine Zeitlang kalt. Der Teig wird dünn ausgerollt zu Plätzchen ausgestochen — eine Hälfte der runden Plätzchen mit einem Fingerhut ein Loch herausgestochen. Nach dem Erkalten, wenn bei starker Hitze 10 Minuten gebacken, die ganze Seite mit Johannisbeergelee bestreichen und aufeinandersetzen, mit Puderzucker bestreuen.

Diese leckeren Plätzchen waren die Lieblingsplätzchen meines Mannes und seines Jagdfreundes. Mit Leichtigkeit war da eine Schüssel voll aufgegessen und ein paar Jägermeister-Schnäpse sorgten für gute Verdauung.

Wollen wir die Prise Salz nicht vergessen an jedes Gebäck. Es gäbe noch vielerlei Sorten Mandelgebäck, Zimtsterne, Husarenkrapferl (sehr fein) doch, es andermal lieber, damit die Aufzählerei nicht zu lang wird. Den Christstollen wollen wir nicht vergessen. Jedes Jahr die große Sorge der Hausfrau, ob sie geraten, so wie man sie gerne möchte. Da gehen allerdings die Meinungen ziemlich auseinander. Nicht jedermann liebt schweren Dresdner Stollen.

So mittendurch ein brauchbares Rezept:

3 Pfund Mehl, 300 g Zucker, 750 g Butter, 3 Eier, 600 g süße Mandeln, etwas Mittermandelöl, 400 g Rosinen, je 100 g Zitronat u. Orangeat, 1-2 abgeriebene Zitronen, 1-2 Stamperl Rum, bis zu 200 g Hefe, 3/8 Milch, 1 Prise Salz. Den schweren Teig gut durcharbeiten und immer warmhalten bis zum Stollen formen. Bei guter Mittelhitze ca. 1 Stunde backen.

Da fällt mir noch etwas Außergewöhnliches ein.

Wer erinnert sich noch an die selbstgemachte Schokolade im 2. Weltkrieg? Genau nach Rezept weiß ich es selbst nicht mehr. Da wurde Palminfett heiß gemacht, Puderzucker, Kakao, Vanillezucker hineingerührt, Förmchen ausgegossen, in eine Schüssel mit Schnee zum Erstarren gestellt. Statt der echten Schokoladefiguren wurden sie in Silberpapier gewickelt und als Ersatz an den Christbaum gehängt. Die unteren Reihen vom Baum waren besonders verdächtig rasch abgeleert. Doch niemand bekannte sich dazu. Bis eines Nachts — wir lagen bereits in den Betten — mit Riesenkrach der Christbaum umfiel. Da kam es heraus. Unser Dackel, das falsche Luder, hat sich heimlich seine geliebte Schokolade geholt. In seinem Körbchen lagen die Reste vom Silberpapier, also das corpus delicti ...

Wohin ist die Zeit, wo man so viel erleben mußte. Es war nicht immer eitel Glück und Sonnenschein. Doch auch die schwerste Zeit wollte überstanden sein.

Mit Recht fragt man heut, warum kauft man nicht alles fertig im Geschäft? Alle Sorten von Plätzchen gibt es in der Bäckerei und Christstollen nach Wunsch. Warum die viele Arbeit, so daß man abends todmüde ist vom „Gewörch"? Doch ein alter Spruch lautet: So wie Du die Zeit fortschickst — so kommt sie zu Dir zurück!

Ich bin froh, diese Zeit erleben zu dürfen. Man lädt sich gute Freunde und Nachbarn ein zum Plätzchen versuchen und zu einem Glas Wein oder Punsch. Ein alter Mensch muß nicht einsam sein, wenn er kontaktfreudig auf seinen Nächsten zugeht. Nicht geschenkt möchte ich eine große Reise, vielleicht nach Mallorca: oh nein! Da ginge mir doch ein schönes Weihnachtsfest verloren.

Daß es nicht verloren geht, werde ich bald meinen Koffer packen, um in München im Familienkreis zu feiern.

Schon die Ankunft am Hauptbahnhof — oh Gott, das Gewürch! Die Kinder kommen angerannt mit einem Gepäckwagen und stürmischer Begrüßung. Währenddessen die Mutter im Auto sitzt, um den Parkplatz zu halten. Im Haus empfängt mich auch der besondere Duft und schon geht am nächsten Tag die Plätzchenbackerei weiter ...

Einige Portionen wurden bei diversen Adventsfeiern im Freundeskreis schon verzwickt. Die Rummonde und „Ilses Wienerherzen" sind gefragt. — Davon sind immer zu wenig und für Nachschub muß gesorgt werden. Kein Problem! Bei diesen Spezialitäten helfen auch die Kinder gerne mit und wachsen hinein in das spätere „Selbermachen".

Zum Ausruhen und Besinnen an die Zeit liebe ich einen gemütlichen Adventsabend mit Klaviermusik und Zitherspiel ... Die „Glotze" bleibt zu.

So kommt der Heilige Abend heran — viel zu schnell. Es ist eben ein besonderer Tag. Nach altem Brauch wird es gemacht, wie meist immer. Schon beim Frühstück kommt bereits diese

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