Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 175
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Slavkovská kachní omáčka a krásenská rybí polévka

Schlaggawalla Antensooß und die Schöifeller Fischbröih

In der Heimat hat es zwei Nachbarstädte gegeben, die in Haßliebe, doch innig ineinander verbunden — verheiratet, verschwägert und über drei Ecken verwandt gewesen sind.

Im letzten Heimatbrief habe ich mit großem Interesse von einer Herausgabe des „Schönfelder Heimatbuches" gelesen.

Spät, aber doch erinnert man sich darauf, daß wir Nachbarstädte waren. Denn, „mei Tooch" ging man lieber hinaufzou — als runter gegen Ellbuogn. Dort waren nämlich nur „Ämter und Groußkopfeta".

Größere Einkäufe besorgte man in Schönfeld. Wo bekamen zum Beispiel die „Boum" die festen Winterschuhe her? Vom Spitzl-Schousta! Wo kaufte man Wintermäntel „Gatterhousen und Flanelhemd'n? Beim „Poschatz", denn Kaufhaus Ruppert war ein kleines „Hertie" von heute. Wo trugen die Schlaggawalla Weiwer ihre z'samm g'schnittana Bandla hin? In die Staun'n nach Schönfeld zan Bandlploarrn wirken.

Eingekehrt wurde beim „Potherrn-Gasthaus", wenn Sonntag ein Ausflug mit Kind und Kegel stattfand. Von den Schönfeldern kann man das Einkehren bei uns nicht gerade behaupten. Die Wirtsleit' waren der Auffassung, daß die Schöifeller niat imsinst va da Benk ro fall'n. Aber später kamen sie gerne im „Roten Ochsen" ins Schlaggenwalder Kino.

Da bei uns die Fischbröih am Hl. Abend als Spezialität am Speisezettel steht, so will ich einmal preisgeben, warum eigentlich die „Schöifelder Fischbröih" zu ihrem Spottnamen gekommen ist ... das war so:

Amal woll'n döi va Schlaggawal im Übennetteicherl fischen.
Sie kumma doaar u tou'n durt grod d'Schöifeller Herrn dawischen.
Wöi döi Lumpa töif im Schloumm rimm woh'n u d'Fisch ausraub'n —
nu sua wos — manna höi'ats, iss a setta Frechheit z'glaub'n?

Wöi sich da Wachta dahoust u daschimpft
hab'n döi va Schöifeld nuch g'lacht,
derathalbm iss er af Schönfeld ei
u hout an Vüarstäiha bracht.

Der hout vannäih wöi a Satan g'floucht:
„Mitbürgha, machts ma koa Schand!
Z'letzt owa hout er an Döisskrampf kröigt,
pascht an Hecht, an schöin, in sei G'wandt.

Va Schlaggawal kinnt da Schandarm dazou,
schlöißt u föihat sie ei ins Arrest.
Dös iss hintn in der Broutbönk g'west
Aa's iss mit da Fischbröih — g'weest...

Doch das Jahr darauf haben die Schönfelder auf „Rache" g'sunna, denn die Schlaggawalla hab'n sich an Streich ausdenkt und hab'n in Schönfeld Annten g'stulln — und wollten halten ein Vergeltungsfest... und das kam so:

Amal hab'n d Schlaggawalla Herrn
in Schönfeld Antn gstuhln,
san wöi da Blitz entloffm u
woarn nimma a'zahuln.

Am Sunnta draf san d Bstuhlana
ins gnauchta Schlaggawal
u gänga dona kirzagrod
in grouss'n Routhaussaal.

Don war für d'Schlaggawalla Herrn
a langa Tafel deckt.
ffpft — ffpt — hout jedera g'schmatz u g'leckt:
uns hout's nuch nöi sua g'schmeckt" ...

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