Nach uns die Sintflut!
Über die Umweltzerstörung Nordböhmens, des hochindustrialisierten Teiles des Sudetenlandes, berichtete die Düsseldorfer Zeitschrift „profil" (36/83) am 5.9.83 wie folgt.
„In den Schulen wurde angerufen: Die Fenster schließen, der Turnunterricht entfällt. Die Kinder mußten mit einem Taschentuch vor dem Mund heimgehen. So geschehen am 15. März dieses Jahres in der nordböhmischen Stadt Ustie (Aussig), wo eine Chemiefabrik eine Riesenwolke ausgestoßen hatte. Was da drin war, erfuhr niemand. Eltern erzählen: 'Wir kamen am nächsten Tag zusammen. Alle haben wir gerotzt, uns tränten die Augen.' Einer ging zur Polizei und fragte nach der Ursache. Die Antwort des Beamten: 'Das ist so geheim, daß ich es selbst nicht weiß.'
Gespräch zwischen zwei Ärzten in einem nordböhmischen Spital. Sie unterhalten sich über die Chemiefabrik Secheza in Lovosice, wo zwei Arbeiterinnen mongoloide Kinder geboren haben. 'Wir müssen das irgend jemand sagen!' Der andere: 'Halt lieber den Mund.'
Verordnung des Verkehrsministeriums 1980: Die Alleebäume an den Landstraßen sind umzusägen, es gibt zu viele Unfälle. Ein Bürger regt sich auf: 'Die haben einfach alle Bäume umgelegt, die Idioten. Ich habe dann festgestellt, daß die Verordnung nur verlangt, dort die Bäume zu fällen, wo die Autofrequenz mehr als 3000 am Tag beträgt. Der Bürger, von Beruf Lehrer, konnte sich in seinem Bezirk durchsetzen. Aber er ist sauer auf seine engeren Landsleute, die man nach der Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetengebiet 1945 hier angesiedelt hat: 'Das ist ein Lumpenproletariat ohne Tradition und Verantwortung. Denen ist alles egal, ihre Maxime ist: Nach uns die Sintflut!"
Lachende Heimat
Also sprach der Herr Polierer zu seinem Mörtelrührer: „Warum kommst du nicht früher, du Hund, du dürrer?"
Ich konnte nicht früher kommen, denn ein Weib hab ich mir genommen, du Polierer, du dummer.
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Der Giebisch Franz kommt zur ärztlichen Untersuchung. Der Arzt fühlt den Puls und sagt: „Ihr Puls geht aber langsam". Da meint der Franz: „Das macht gar nichts, Herr Doktor, ich hab ja Zeit."
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„Was gibts denn heut zu Essen?" fragt der junge Ehemann. „Sauerkraut und Schweinswürstl". Aber du weißt doch, daß ich davon imer Magenschmerzen bekomme." "Diesesmal nicht, Schatzi, denn ich hab den Kamilllentee gleich mit eingekocht."
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Karl Josef hat einen neuen Klassenlehrer bekommen. Nach einigen Tagen fragen ihn seine Eltern: „Wie gefällt dir dein neuer Lehrer?" „Prima," sagt Karl Josef. „Er scheint ein frommer Mann zu sein." „Woraus willst du das erkennen?" fragt der Vater. „Nun, als ich ihm gestern mein Diktatheft zeigte, sah er gegen den Himmel und sagte: „Mein Gott, mein Gott".
(Eingesandt: Otto Hofmann, aus Rabensgrün)
Ihr Bedarf ist gedeckt
Beim Müller-Fleischer verlangt die Klementin:
„Ich häit gern zwou Zunga."
„Owa", sagte der Fleischer, „Frau Klement, Sie ria(d)n ja mit oina wöi gschmiart."
(Aus der Humorsammlung Otto Zerlik's)
Verleger, Herausgeber und verantwortlicher Schriftleiter: Richard Brummeissl, Kahl am Main, Seligenstädter Weg 60, Telefon (06188) 2359 — Postscheckamt 1, 6000 Frankfurt/M., Konto-Nr. 321-195 — Preis je Stück 2,50 DM. Herstellung und Verlag Rainer Kolb, 8757 Karlstein, Postfach 1145.
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