Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 174
/ 32
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 8
Zimní pobyt na zotavenou v Gfellu

⟵ věta pokračuje z předchozího listu

hörten wir das Stampfen der Tiere, Kettenrasseln, Eimerschleppen und Menschenstimmen. Aus dem Stübchen knisterte und prasselte das Reisigfeuer vom glühenden Ofen. Der erste Duft nach Weihnachten wehte durch die kleine Wohnung, als Großmutter begonnen hatte, Christbaumstückerln aus Butterteig zu backen. Der Nikolaus war auch gekommen und hatte uns Äpfel, Nüsse, getrocknete Pflaumen und Birnen und jedem einen Lebkuchennikolaus mit aufgeklebtem Papiergesicht mitgebracht.

Schließlich kam der Tag, an dem Mamas Brief mit der Aufforderung eintraf, daß wir nun heimreisen sollten, damit wir rechtzeitig zum Fest da sein würden. Wir wären zwar noch sehr gern in Gfell geblieben, aber Großmutter erinnerte uns daran, daß darüber unsere gute Mama traurig sein könnte.

Es traf sich zufällig, daß der Dicklbauer (Fechter Pepp) am Vortag zum Hl. Abend nach Karlsbad ins Lagerhaus mußte. Er wollte uns mitnehmen und in Meierhöfen bei den Eltern abliefern. Weil genug Schnee gefallen, wurden die Rösser vor den Schlitten gespannt. Als wir das sahen, verblaßte unser Abschiedsschmerz, wir freuten uns auf die Fahrt. Der Pepp warf den vollen Heusack und einen Ballen Stroh auf den Schlitten, meine Großmutter legte Decken darüber und packte uns warm ein. Dann verstaute sie noch unser Gepäck und den Proviantkorb. Endlich ging die Fahrt los. Den Berg hinunter durch das Dorf und dann weiter bis in das Tepltal ließ der Pepp die Rösser traben, denn er war damals ein junger Bursche voller Frohsinn und Wagemut. Weiße Dampfwolken wehten um ihn und seine Pferde, während er lustig mit seiner Peitsche knallte. Im Tal krochen Nebelschwaden an der Tepl lang und uns kroch die Kälte in die Finger und Zehen. Wir begannen ein wenig zu wimmern und zu greinen. Da hielt der Pepp seine Rösser an, stieg vom Schlitten herunter und holte den heißen Malzkaffee aus dem Proviantkorb. Wir schlürften schmatzend die Wärme herunter und lachten bald wieder über die Faxen, die der Pepp in sein rotgefrorenes Gesicht zauberte. Nur noch einmal, nämlich bei der Egerbrücke in Aich, mußte der Pepp unsere Lebensgeister wecken. Als wir daheim ankamen, setzte unsere Mama dem Pepp Geselchtes mit Brot und Rum mit Tee vor, während Heinrich und ich heiße Milch mit Honig nippten. Bald verabschiedeten sich unser Fuhrmann, sein Gesicht war knallrot und seine Augen glänzten. Wir sahen ihm vom Fenster aus nach und winkten hinter ihm her, bis er um die nächste Wegbiegung verschwunden war.

Hermine Walter, geb. Palm

věta pokračuje na dalším listu ⟶

Moje nejmilejší panenka

Meine Lieblingspuppe

Meine Lieblingspuppe Hilde
war schon zerfranst und schielte,
Nase platt, der Mund verdrossen,
Wangefarbe ausgeschossen.

Jeden konnte sie erbarmen,
denn aus Waden, aus den Armen,
unterhalb der Zottelmähne
rieselten die Hobelspäne.

Bleiern schwer, so wie es schien,
fiel der Kopf mal her, mal hin,
Mamarufe, ermüdet auch,
quäkten aus dem schlaffen Bauch.

Ich hab das Kind gepflegt, gehegt,
sorgsam in sein Bett gelegt,
dennoch konnten die Beschwerden
nimmermehr behoben werden.

Sanft hat Mutter bald gemeint —
stumm hab ich dazu geweint —
Hildchen wär bei Onkel, Tante
längst schon eine große Schande.

Sei ich brav und wohlgelitten,
könnte ich zur Weihnacht bitten
um ein Püppchen, so wunderbar
mit dem echten Lockenhaar.

Nie konnte je ein Mensch versteh'n,
so wie ich mein Kind zu seh'n?
Wie es auch war, hat's mich beglückt,
lieb hab ich es an mich gedrückt.

Hermine Walter, geb. Palm

[

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 8 z 32
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.