Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 168
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Sebevědomí Chebska nezlomeno! Bund der Egerländer bilancuje

Selbstbewußtsein der Egerländer ungebrochen! – Bund der Egerländer zieht Bilanz

Selbstbewußtsein der Egerländer ungebrochen!

Bund der Egerländer zieht Bilanz

Am 15. und 16. Mai 1982 fand die von rund 300 Delegierten aus dem Bundesgebiet und Österreich besuchte Hauptversammlung des Bundes der Eghalanda Gmoin e. V. im Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz statt. Als Auftakt ging eine Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes und die Eröffnung der Kunstausstellung mit Werken des St. Joachimstaler Künstlers Maximilian Hüttisch, München, durch OB Freiherr von Lindenfels voraus.

Bundesvüarstäiha Staatssekretär a. D. Dr. Walter Preißler, Garmisch-Partenkirchen, verwies in seiner Begrüßung des OB Freiherr von Lindenfels, des 3. Bürgermeisters und Hausherrn, Dr. Hermann Braun, der Gmoivüarstäiha und Gmoiräte auf die Tatsache, daß das Egerland auch nach 30 Jahren Vertreibung in Deutschland existent ist. Das ist ein Verdienst jener Männer, Frauen und Jugend, die sich im Bund der Egerländer als einer Treugemeinschaft zusammengeschlossen haben. Das Selbstbewußtsein der Egerländer ist ungebrochen.

In einer anschließenden Totenehrung wurde aller Opfer der Kriege und Kriegsfolgen in der Heimat und hier und besonders des im Alter von 56 Jahren plötzlich verstorbenen Vorstandsmitglieds des BdEG und des Landschaftsrates Egerland, Dipl.-Ing. A. K. Simon, gedacht. Er war ein Mann der ersten Stunde beim Aufbau des BdEG und hat sich um sein bleibendes Verdienst erworben.

In seinen weiteren Ausführungen dankte er allen Amtwaltern für ihre gediegenen Leistungen.

Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der OB von Lindenfels namens des Stadtrates und der Bürgerschaft die Teilnehmer. Er hob als seinen besonderen Eindruck hervor, wie gerade die Egerländer durch ihre Heimatliebe den Einheimischen beispielhaft vorführen, wie nötig es für alle Deutschen ist, sich diese seelischen und geistigen Wurzeln der volklichen Lebenskraft zu erhalten. Er regte aber gleichzeitig auch an, sich der wissenschaftlichen Aufgabe zur Erforschung des Egerlandes und seines kulturellen Beitrags zur gesamtdeutschen Kultur zu widmen. Für diesen wohl schwierigeren Teil wünschte er allen Delegierten Erfolg.

Nach dem Dank des Bundesvüarstäihas für die aus dem Herzen gesprochenen Worte des OB, wurde Seff Heil als 2. Vorsitzender des BdEG und Vertreter der jungen Generation einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt. Da die Versammelten auf eine Verlesung des letzten Protokolls ohne Einwendungen verzichteten, konnte der Bundesvüarstäiha und alle Mitglieder des Vorstandes ihre ausführlichen Tätigkeitsberichte erstatten. Näheres darüber bringt die Monatszeitschrift „Der Egerländer" in der Juli-/August-Folge 1982.

Der Bundesvüarstäiha sieht sich als Erster unter Gleichen. Während Ernst Bartl als 1. Vorsitzender seine Aufgabe in der Gründung vieler neuer Gmoin sah, und sein Nachfolger Hans Ströher die Aufgabe übernahm, die durch dessen plötzlichen Tod entstandene Lücke zu schließen, sieht Dr. Preißler seinen Auftrag darin, den Übergang an die junge Generation einzuleiten. Rückblickend hob er hervor, daß der letzte Egerlandtag einer der gelungensten war. Er zeigte die Geschlossenheit des Bundes in vorbildlicher Weise.

Besonders wurde die Bedeutung des Vorstandsbeschlusses über die Förderung der Jugend hervorgehoben. 1982 wurde zum Jahr der Egerland-Jugend proklamiert.

Der Samstagabend vereinigte die Delegierten zu einem gelungenen Hutzaabend, der aus spontanen Beiträgen gestaltet wurde. Besonders eingeschlagen haben bei den Zuhörern die Liedvorträge der drei „Rawatzer Maidla", Hanni Rubner (Gitarre), Luise Kreußler und Justine Wagner.

Der Sonntagvormittag galt der Neuwahl, die einmütig und zügig vor sich ging und im Prinzip nur wenige Veränderung brachte. Bundesvüarstäiha Dr. Preißler wurde in geheimer Wahl mit 251 von 252 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Die Vorstandsmitglieder wurden durch Handzeichen bestimmt. Für den durch Tod ausgeschiedenen Vetter A. K. Simon tritt als einstimmig gewählt Bundesgeschäftsführer Adolf Mädler, Fürth, die Nachfolge an.

Die verbliebenen Stunden bis zum Schlußwort des Bundesvüarstäihas gehörten der Diskussion. Auch von den Gmoivüarstaihan vorgebrachte Anträge wurden noch behandelt.

Der nächste Egerlandtag findet am 3./4. September 1983 wieder in der heimatlichen Hauptstadt des Egerlandes, Marktredwitz, statt. Vorher treffen sich aber noch die Bundeskulturwarte und die Bundesfrauen zu ihren Tagungen vom 22. bis 24. Oktober 1982. Der Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender (AEK) hält seine Begegnung in Marktredwitz vom 29. bis 31. Oktober 1982, also eine Woche später. — Dr. Josef Suchy

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