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hinter den Höhen unter und die Dämmerung zog mit Nebelschwaden am Bächlein entlang. Die alten gestutzten Weiden standen drohend als Geister am Uferrand. Mit klopfendem Herzen und an Mamas Hand geklammert schritten wir durch die aufkommende Dunkelheit. Wir waren froh, als wir die Lichter des Dorfes erkennen konnten. Meine Großmutter hatte bereits die Petroleumlampe entzündet und das Abendessen zubereitet. Erschöpft sanken wir nachher in die Geborgenheit von Großmutters dicken Betten und schliefen tief und fest, obwohl wir kurz vorher ein solch trauriges Erlebnis hatten, daß es sich tief in unser Gedächtnis eingraben konnte.
Meine liebe Mama ging später jedes Mal, wenn sie Großvaters Grab in Schlaggenwald aufsuchte, auch auf dem dortigen Kinderfriedhof und betete an der winzigen Ruhestätte des kleinen Mädchens vom Sandwirtshaus. Ein weißes Engelchen auf dem Grabstein weinte dazu.
Hermine Walter, geb. Palm
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Goethe stritt mit dem Wirt „Zum roten Ochsen" in Schlaggenwald erfolgreich um die Rechnung
Im früheren Hotel „Goldener Engel" in Saaz wohnte Goethe bei seinen Durchreisen und in Schlaggenwald bekam der Weimarer Krach mit dem Wirt des Gasthofes „Zum roten Ochsen", der ihm für ein Essen für 4 Personen und dem Kutscher eine Rechnung von 76 Gulden präsentierte. Der Dichterfürst war darüber so erbost, daß er sich weigerte, zu bezahlen und eine ausführliche Beschwerde an den Kreishauptmann richtete, worauf sich der Wirt mit 41 Gulden und 20 Kronen begnügen mußte; außerdem hatte er wegen der überhöhten Rechnung noch 20 Gulden Strafe zu zahlen.
(Eingesandt von Dr. Jessl)
Heimweh im Herbst
Hast du bemerkt, wie auf dem Hang
nachtüber an den Tannen lang
rot sich färbte die Heide schon?
Ist dir darum nun auch so bang,
weil durch das Tal zu schnell verklang
des Sommers satter Jubelton?
Wie weit Deine Blicke reichen,
sind jetzt Farben ohnegleichen,
morgen — ach — verblassen sie;
warte nur, wenn erst die weichen
Nebelschleier wieder schleichen
in die graue Melancholie!
Gott sieht dann an solchen Tagen
meine Seele Trauer tragen,
da mir Schmerz den Atem hält.
Dir und allen möcht ich klagen,
tausendmal und nochmal sagen,
daß mich wachsend Heimweh quält.
Hermine Walter, geb. Palm
[
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