Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 173
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Dopisy čtenářů – vzpomínky na sport v Horním Slavkově a jubileum porcelánky

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obr] Arbeiter-Turnfest vom 9. 8. 1933 in Schlaggenwald (eingesandt von Karl Kämpf jr.)

Johann Hahn, „Rosegger Císařského lesa"

Johann Hahn, der „Rosegger des Kaiserwaldes"

Vor 50 Jahren, am 11. Juli 1933, starb in Schlaggenwald Johann Hahn, den man wegen seiner Fabulierkunst den „Rosegger des Kaiserwaldes" genannt hat. Am 24. Mai 1863 in Elbogen geboren, ging er hier zur Schule und widmete sich nach der Reifeprüfung dem Lehrerberufe. Nach Sprachstudien legte er auch noch die Fachlehrerprüfung für Französisch ab. Seine pädagogische Tätigkeit führte ihn nach Schlaggenwald, wo er im Jahre 1900 Bürgerschuldirektor wurde.

Sein erstes Buch hieß „Heimatklänge — Geschichten und Gestalten aus fränkischem Lande"; es erschien 1898 mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen. Einen Ersten Preis der „Erzgebirgszeitung" erhielt er für seine Erzählung „Der Hexenbub". 1904 erschien das Schauspiel „Der Heideprinz". Auch seine Tätigkeit als Heimatforscher und Volkskundler trug reiche literarische Früchte. Vor allem ist hier sein „Sagenbuch der Heimat" mit Sagen aus Falkenau, Elbogen, Schlaggenwald und Umgebung (1921, 2. Auflage 1927) zu nennen. Für die „Erzgebirgszeitung" schrieb er auch „Sagen aus Schlaggenwald und Umgebung" (1897), ferner „Hans Heiling in Sage und Dichtung" (1900), „Schlaggenwald, eine Dialektinsel" (1899) und „Die letzte Hinrichtung in Schlaggenwald" (1896). In der Zeitschrift „Unser Egerland" erschienen „Nationalgarde-Lied, das von dem Natur- und Nagelschmied Rehberger in Schlaggenwald verfaßt und bis in die jüngste Zeit daselbst gesungen wurde"(1906) und „Handwerker-Sprüche" (1906). Die „Mitteilungen des Vereins für Geschichte in Böhmen" druckten 1919 seinen Aufsatz „Die Bergstadt Schlaggenwald im deutschen Schrifttum".

R.Marterer schrieb über Hahn: „Wenn man sich in den Bergstädten und Dörfern des Kaiserwaldes so viele schöne Heimatsagen erzählen konnte, so war das ein Verdienst des verstorbenen Bürgerschuldirektors Johann Hahn in Schlaggenwald, der diese Sagen dichterisch gestaltete und in seinem ‚Sagenbuch der Heimat' der Bevölkerung nahebrachte." Dieser Sagendichter und Heimatforscher des Kaiserwaldes gehörte noch zu jener Lehrergeneration, für die es selbstverständlich war, im Dienste der Heimat deren geistigen Schätze auszugraben und für die Nachwelt zu erhalten. Johann Hahn war ein Beispiel dafür, in seiner literarischen Tätigkeit und in seiner Arbeit für das Museum in Schlaggenwald.

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