Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 172
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Recenze knih: Eugen de Witte a Margareta Pschorn

Buchbesprechungen: Eugen de Witte – Für Heimat und Freiheit / Das Buch des Jahres für das Egerland
Eugen de Witte: „Für Heimat und Freiheit"

Herausgeber: Seliger-Archiv e. V., 7000 Stuttgart 1, Schloßstr. 92/II
Kunstleinen, gebunden, 152 Seiten, Preis DM 6,50
Auslieferung: Verlag „Die Brücke", 8000 München, Landwehrstr. 37

Eugen de Witte, ein Zeuge der Auseinandersetzungen bis 1938 mit der Henleinpartei, bzw. dem Nationalsozialismus in der Tschechoslowakischen Republik, hat seine Erlebnisse in dem Buch „Für Heimat und Freiheit" niedergeschrieben. Das Buch schildert die große Tragik der letzten Wochen des Jahres 1938, die Flucht tausender Menschen, vor allem sudetendeutscher Sozialdemokraten, aus ihrer Heimat in das Innere Böhmens und Mährens vor dem Einmarsch der Hitlertruppen in die Sudetengebiete. Er stellt den Kampf mit den tschechischen Behörden dar, die einen Großteil der Flüchtlinge auch mit Gewalt in ihre Heimatgebiete zurückschickten und sie damit in die Arme der Gestapo getrieben haben. Er gibt einen geschichtlichen Abriß über die Entwicklung, die zu 1938 geführt hat. Eugen de Witte war Mitstreiter von Wenzel Jaksch in den Auseinandersetzungen mit der tschechoslowakischen Exilregierung in London, vor allem mit dem Präsidenten Edvard Beneš, aber auch in den Auseinandersetzungen innerhalb der eigenen Reihen. Die sudetendeutschen Sozialdemokraten wurden durch die Spaltung erheblich geschwächt. Dr. Beneš hat dies zu nutzen gewußt. Bei den Auseinandersetzungen ging es um die Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat in Böhmen, Mähren und Schlesien. Diese Pläne nahmen bei der tschechoslowakischen Exilregierung immer klarere Formen an und wurden schließlich durchgesetzt.

In dem Kapitel „Das neue Gesicht der Welt" klagt der Autor die westlichen Demokratien an, die so viel Unrecht zugelassen haben, aber auch jene, die für Lidice die Verantwortung tragen. Es ist die erste Aussage eines Mannes, der in einer Spitzenfunktion in Prag auf politischer und parlamentarischer Ebene tätig war, der mitten im Geschehen der Jahre 1938 bis 1945 stand. Seine Aussagen haben einen besonderen geschichtlichen Wert, um die Wahrheit an das Licht zu bringen.

Das Buch des Jahres für das Egerland!

Seit der Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat 1945 lebt die in Rodisfort an der Eger, Kreis Karlsbad in Böhmen geborene Heimatdichterin Margareta Pschorn zwar in Stille und Zurückgezogenheit in Heilsbronn, ist jedoch allen Lesern unserer Heimatzeitung durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt.

Der Egerland-Verlag Helmut Preußler, Nürnberg, hat den 60. Geburtstag der Schriftstellerin zum Anlaß genommen, um ihren langjährigen Herzenswunsch zu verwirklichen. Unter dem Titel „Heimat – eine kostbare Perle" ist in einem Sammelband eine Auswahl ihrer schönsten Gedichte und Erzählungen erschienen.

Über 264 Seiten spannt sich der Bogen ihrer dichterischen Begabung und zeigt die Größe ihrer Seele. Der Name „Heimat" ist für Margareta Pschorn wie eine kostbare Perle, aufgehoben aus dem Staube des Alltages und hingestellt wie eine Kerze auf einen Leuchter, damit ihr Licht hineinwarne in die dunklen Nächte der Gegenwart und wir erkennen, daß sie eine der bedeutendsten Dichterinnen ist, die das Egerland hervorgebracht hat.

Die Neuerscheinung ist zum Preis von DM 19,80 beim Egerland-Verlag Helmut Preußler, Rothenburger Straße 25, 8500 Nürnberg 70 zu beziehen und wir empfehlen dieses Buch unseren Lesern aufs wärmste.

M. P.

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