Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 172
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Nemoderná vyznání

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sollte gegen die Verhöhnung der „heilen Welt", als sei diese die Lüge und Heuchelei schlechthin. Wir sind uns darüber klar, daß wir nicht in einer „heilen", sondern in einer weitgehend zerstörten Welt leben, aber wir sollten es nicht zulassen, daß schon unsere Kinder in der Schule Wertbegriffe wie Liebe, Güte, Anständigkeit, Ehrfurcht, Glaube, Vertrauen, Tapferkeit, Gemeinschaftssinn, Treue, Ehre, um nur einige zu nennen, belächeln lernen und dafür mit den Realitäten vertraut gemacht werden, in denen nach den Vorstellungen mancher glänzend formulierender Politfanatiker diese Begriffe nicht mehr vorkommen dürfen. Ich bekenne mich dazu, daß ein gesunder Mensch nach der ihm möglichen Leistung strebt und darin seine Befriedigung findet. Die Gesellschaftswissenschaftler unserer Tage, die die Leistungsgesellschaft verdammen und mit spitzen Fingern auf das Leistungsstreben als Ursache für die meisten Störungen in unserem Zusammenleben zeigen, sagen nur die halbe Wahrheit. Der Wunsch, eine gute Leistung zu vollbringen, muß in Einklang gebracht werden mit der natürlichen Rücksicht auf die sozial Schwächeren. Dazu gehört auch, daß die gestörte Ordnung zwischen den Generationen wieder hergestellt und nicht der Fetisch „Jugend um jeden Preis" zu immer neuen Fehleinschätzungen der natürlichen Gegebenheiten führt. Kein Volk kann es sich leisten, die Generation über 40 auf den Müllhaufen seiner Entwicklung zu werfen. Die Spannungen zwischen den Generationen, die sich, wenn sie nicht dauernd aufgeheizt und zu einer ständigen Verhetzung hochstilisiert werden, mit der Zeit immer wieder von selbst auspendeln und für die Gesamtheit fruchtbar gemacht werden können, sollten als das, was sie sind, gesehen und behandelt werden und nicht zum Aufbau eines Feindbildes quer durch unser Volk dienen.

Ich bekenne mich zu der geschichtlichen Entwicklung und der Not der Spaltung des deutschen Volkes, dem ich mich verbunden fühle und an dessen Kraft zur seelischen und geistigen Überwindung seines heutigen Schicksals in der Zukunft ich glaube. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, mich zur Kontinuität des kulturellen Erbes dieses Volkes zu bekennen und mitzuhelfen, es der kommenden Generation unversehrt zu übergeben.

Ich bekenne mich zur Ehrfurcht vor dem Leben und glaube daran, daß es Höheres auf dieser Welt gibt, als die materialistische Gesellschaftslehre uns heute weismachen will. Ich bekenne mich zu diesem Leben in unserer Welt und dazu, daß es schön sein kann, wenn wir es nur alle wollen.

Hans Bahrs

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180 milionů korun zůstalo nevyužito – pohraničí stále čeká na nové osadníky

180 Millionen Kronen blieben ungenützt
180 Millionen Kronen blieben ungenützt

Zu wenig Neusiedler für die leeren sudetendeutschen Grenzgebiete

In der Tschechoslowakei leben laut der letzten Volkszählung (1980) noch immer 62.000 Sudetendeutsche, doch von ihren Problemen, die mit der Aussiedlung am Ende des letzten Weltkrieges begonnen haben, findet sich heute kein Wort in den großen Zeitungen unseres Nachbarlandes. Nur dann und wann beleuchtet eine Reportage wenigstens die triste Situation im Grenzland, ohne jedoch Vergleiche mit früheren Zeiten zu wagen. Ein konkretes Beispiel dafür ist ein Bericht des KP-Zentralorgans „Rude Pravo" vom 18. Februar, in dem die Verhältnisse in der „Mustergemeinde" Markt Eisenstein (am Grenzübergang nach Bayern) beschrieben werden, die heute 1260 (1930 noch 3365) Einwohner zählt. Der Reporter zitiert einen Bürger, der bis nach Klattau ins Landesinnere reisen muß, um einen Glasermeister aufzusuchen, die Kleider aus der Putzerei zu holen und den Staubsauger reparieren zu lassen, was jedesmal eine Fahrt von 80 Kilometern bedeutet. Auch einen Schneider, Tischler und Tapezierer gibt es heute in Eisenstein nicht mehr. Und der Friseur arbeitet nur an zwei Tagen, Arzt und Dentist aber kommen nur bei Bedarf hierher an die Grenze.

„Ich muß mich beeilen, meine Besorgungen am Vormittag in Klattau zu erledigen, um noch rechtzeitig in unseren Selbstbedienungsladen zu kommen. Gestern bekam meine Frau dort weder Milch noch Brot, auch Selchwaren gab es keine mehr". Ja, Eisenstein ist heute ein Fremdenverkehrsort mit 150 Erholungsstätten und verfügt über 6000 Betten, vier Restaurants und eine Anzahl von Skiliften, „aber in den letzten zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Betriebe laufend zurückgegangen, nur noch vier sind übrig

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