Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 171
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Usnesení Sudetoněmecké rady k ničení přírody v pohraničí

Entschließung des Sudetendeutschen Rates

Der Sudetendeutsche Rat hat in seiner Plenarsitzung am 16. Oktober 1982 folgende Entschließung gefaßt:

„Sichtbar für alle Besucher der Sudetengebiete, der angestammten Heimat der über 3,5 Millionen vertriebenen Sudetendeutschen aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien ist

- der übermäßige Raubbau an Natur- und Bodenschätzen,
- die mangelnde Rekultivierung der Abbaugebiete sowie
- der rapide Natur- und Landschaftsverfall.

Das Baumsterben hat im Erzgebirge, Riesengebirge und den anderen Sudetengebirgen einen Umfang erreicht, der größer ist als in irgendeinem anderen europäischen Land. Gleichzeitig bedroht die ungewöhnlich hohe Umweltverschmutzung in der ČSSR die letzten — von der planvollen ideologisch-politischen Vernichtung verschont gebliebenen — Kultur- und Baudenkmäler des Sudetendeutschtums.

Der Sudetendeutsche Rat bittet die Regierung der Bundesrepublik Deutschland eindringlich, in direkten Verhandlungen und über alle zuständigen internationalen Gremien auf die Regierung der ČSSR mit dem Ziel einzuwirken,

- den Abbau an Natur- und Bodenschätzen auf ein vertretbares Maß zu begrenzen,
- die Rekultivierung der Abbaugebiete vorzunehmen,
- alle dem derzeitigen technischen Stand entsprechenden Maßnahmen zur Minderung der Immissionen sofort zu ergreifen und
- der umweltbedingten Gefährdung der Kultur- und Baudenkmäler nachdrücklich entgegenzuwirken.

Der Sudetendeutsche Rat erhebt diese Forderungen aus Liebe zur angestammten Heimat der Sudetendeutschen, aus Sorge um die heute in den sudetendeutschen Gebieten, auch in den europäischen Nachbarstaaten lebenden Menschen und aus Verantwortung für die Zukunft dieser Natur- und Kulturlandschaft im Herzen Europas."

Atmosféra bývalých učňovských kurzů na setkání zemědělské školy

Einstige Lehrgangsatmosphäre beim Bauernschultreffen

Das nun schon traditionelle Jahrestreffen der westböhmischen Bauernschulgemeinschaft fand heuer vom 6. bis 8. Nebelung im gastfreundlichen Hause des egerländer Landsmannes Theisinger in Wiesbaden statt und wurde durch den gewohnt herzlichen Verlauf wieder zu einem schönen Erlebnis für alle Teilnehmer.

Brauchgemäß war die Tagungsfolge den einstigen Lehrgängen mit Vorspruch und Tischgebet bei den Mahlzeiten, dem Kirchgang am Sonntag und zwei Heimabenden angeglichen — nur die Frühsport- und Volkstanzübungen entfielen wegen des zumeist über 70 Jahre liegenden Alters der Altschüler(-innen).

Der seit der Neubelebung der Gemeinschaft mit der Durchführung aller Treffen betraute Gildenmeister des 13. Lehrganges, Rudolf Püchner aus Prösau/Schrobenhausen, hatte wieder alles bestens vorbereitet, wie den Spaziergang am Samstagnachmittag durch den herbstlich-bunten Stadt- und Kurpark bei herrlichstem Sonnenschein und die Besichtigung des Karlsbader Archivs mit Museum unter Führung von Lm. Franz Kraus (Camberg). Der erste Heimabend wurde durch zwei Mitglieder des Wiesbadener Zitherclubs mit volkstümlichen Darbietungen trefflich umrahmt. Das ergreifende Totengedenken, besonders für die in den letzten Jahren verstorbenen Angehörigen der Gemeinschaft, war für alle ebenso zu Herzen gehend, wie der Besuch des Grabes von Altmeister Gustav Hacker am Sonntagnachmittag, wo Alois Führling mit einer kurzen Ansprache und Niederlegung eines Blumengebindes und alle mit einem Gebet des Gründers der Gemeinschaft gedachten. Die anschließende Kaffeestunde bei Anni Hacker war besinnlich und gemütlich zugleich. Im zweiten Heimabend hörten die Anwesenden von Tonband Hackers Rede, die er beim 2. Treffen in Ansbach gehalten hatte. — Diese Stunden waren neben der Erinnerung auch der Fröhlichkeit mit dem Singen der altbekannten Volkslieder und der Unterhaltung gewidmet ... wobei das Lied „Wahre Freundschaft" — am Beginn und beim Abschluß gemeinsam gesungen — so richtig den Sinn und Zweck des Beisammenseins ausdrückte und den Treue- und Gemeinschaftsgeist des ehemaligen Landjugendvortrupps unterstrich. Dies bezeugt auch der Beschluß, sich vom 12. bis 14. November 1983 im Hotel „Köhler" in Wiesbaden/Sonnenberg wieder zusammenzufinden.

Dr. Ow. Jesse

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