Vermißten- und Gefallenenliste der Gemeinde Schlaggenwald
Nachtrag: Heß Hans, Fleischer, wohnhaft gewesen am Marktplatz (Rußland)
Marterer Herbert, geb. 9. 1. 1911, wohnhaft gewesen Obere Gasse Nr. 416 (Rußland)
Ingrisch Franz, wohnhaft gewesen am „Gänsdörfl" (Rußland)
Ehemalige Bauernhochschüler besuchten Gustav Hackers Grab
Altschüler und Altschülerinnen der einstigen westböhmischen Bauernhochschule „Jahnheim" in Schlaggenwald trafen sich zum 5. Male seit der Vertreibung vom 21. bis 23. November 1981 in Wiesbaden/Sonnenberg.
Der mit der Durchführung des Treffens beauftragte Rudolf Püchner hatte wie immer alles sorgfältig vorbereitet und konnte an die 30 Teilnehmer begrüßen, die aus Freiburg i. Br., Duisburg, Nürnberg, Waldkraiburg/Obb. u. a. gekommen waren und erstmals weilten auch 5 frühere Lehrgangsabsolventen, freudig begrüßt von ihren früheren Mitschülern, in der frohen Gemeinschaft, darunter auch einer aus Österreich und einer aus Mitteldeutschland — sie erhielten aus der Hand des jetzigen Seniors der Gemeinschaft, Alois Führling, das neu erstellte Abzeichen der Schule (ein kleines Dreieck mit weißem Pfeil im grünen Feld — Sinnbild der aufstrebenden Landjugendbewegung). Außer den, nach der Vertreibung noch von Gustav Hacker und dann von Josef Springer verliehenen etwa 80 Abzeichen, werden dieses mit Stolz und Würde nun künftig auch tragen: Helene Adler, geb. Sacher, Anton Harbauer, Anton Hausner, Richard Hausenblas und Franz Tichatschek. Die Überreichung war ein ebenso feierlich gestalteter Akt wie zuvor die Totenehrung und der Besuch des Hacker-Grabes am Südfriedhof am Sonntagnachmittag, wo Führling mit bewegten Worten einen Kranz als Dank und Gruß an den Gründer der Bauernschulgemeinschaft und Führer der sudetendeutschen Landjugend und Bauernschaft und langjährigem Landwirtschaftsminister in Hessen niederlegte. Ein gemeinsames Gebet beschloß dieses ergreifende Gedenken, das auch ein Trost für die nächsten Angehörigen sein sollte.
Leben und Werk Gustav Hackers, der seine ganze Lebenskraft in den Dienst für Volk und Heimat und den Bauernstand gestellt hatte, wird der verschworenen Gemeinschaft immer Richtschnur und Vermächtnis bleiben. Von einem Tonband war im Heimabend die Stimme des Altmeisters von den früheren Treffen zu hören, die so manche Episode aus einer wechselvollen Zeit mit ihren Höhen und Tiefen wiedergab ...
Die im Oktober 1981 in Würzburg gegründete „Gustav-Hacker-Stiftung" ist es wert gefördert und unterstützt zu werden, und jeder kann, wer sein Scherflein dazu beitragen möchte, auf das Konto-Nr. 10712445 bei der Sparkasse in 8300 Landshut/Bay., Bankleitzahl 743500 00 einzahlen. Bei der dortigen Geschäftsstelle ist auch die Festschrift anläßlich der Gründung herausgegeben, für DM 10,— erhältlich.
Wie seither immer, war auch die diesjährige Zusammenkunft so gestaltet: Mit Sinnspruch und Tischgebet bei den gemeinsamen Mahlzeiten, den Heimabenden und Gottesdienstbesuch und Gesang der altvertrauten Lieder, wie einst in den Lehrgängen — allerdings entfielen mit Rücksicht auf das zumeist hohe Alter der Anwesenden die morgendlichen Freiübungen und die Volkstänze an den Abenden.
Es waren wieder schöne Stunden der Gemeinsamkeit unter Gleichgesinnten bei Gesang und lieben Erinnerungen aus der Lehrgangszeit und Schilderungen der seitherigen Lebensschicksale. Darum wurde auch einstimmig beschlossen, sich im nächsten Jahr vom 6. bis 8. November 1982 ohne Rücksicht auf die Zahl der möglichen Teilnehmer im Hotel „Köhler" in Wiesbaden-Sonnenberg wiederzusehen. Auskünfte erteilt und Anmeldungen nimmt schon jetzt entgegen: Alois Führling, 8264 Waldkraiburg, Münchner Platz 15. Fü
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