Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 167
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Velikonoční slovo o síle kříže

Heiliges Kreuz, sei hoch verehret, hartes Ruhbett meines Herrn!

Liebe Landsleute und Freunde!

Auch mein österliches Wort 1982 an meine Landsleute und Freunde soll wieder ein Wort der Verkündigung in der einfachen Sprache des Seelsorgers sein. Hier auch ein Wort des Dankes an alle Redaktionen, die meinen Weihnachtsbeitrag ungekürzt gebracht haben.

Das obige Leitwort ist dem „Beiheft zum Gotteslob" mit 100 wertvollen Kirchenliedern unserer Heimatdiözesen entnommen. Unsere heimischen Liederbücher waren reich an Passions- und Kreuzliedern. Das Kreuz, einst Zeichen des schmählichsten Todes, ist für uns Christen zum Erkennungszeichen geworden, das uns begleitet von der Wiege bis zum Grabe. Schon bei der Taufe bezeichnet der Priester den Täufling mit dem Zeichen des Kreuzes, mit der Aufforderung an Eltern und Paten: „Segnet auch ihr eure Kinder mit dem Zeichen des Kreuzes". Ich war immer tief beeindruckt, wenn mir mein Vater bei jedem Abschied mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirne zeichnete und dann ganz einfach sagte: Bub, nun geh in Gottes Namen!

Seit dem 2. Jahrhundert sind Kreuze auf christlichen Gräbern nachgewiesen. So blieb es durch Jahrhunderte. Erst in unserer Zeit erleben wir es, daß aufwendige steinerne Denkmäler gesetzt werden, oft ohne dieses christliche Zeichen. Von den Steinen, die reden, sind die Grabsteine die beredtesten. Eine Mahnung des Seelsorgers: Auf den Sarg, auf die Todesanzeige und das Grabmal eines Christen gehört das Kreuz.

Das Kreuz soll auch den Ehrenplatz im christlichen Haus haben. Vor dem Kreuz im Herrgottswinkel oder an anderer passender Stelle, versamme sich die Familie zu Gebet und Andacht. Wenn du aber ein Kreuz kaufst für dich oder als Geschenk für andere, muß immer bedacht werden, daß die Darstellung des Gekreuzigten in der Geschichte eine Wandlung durchgemacht hat. Im religiösen Kunsthandel werden heute zu erschwinglichen Preisen gute Reproduktionen großer Kunstwerke angeboten. Ich denke etwa an das Kreuzbild vom Isenheimer Altar des Matthias Grünewald, mit Christus in seiner Todesnot. Oder an das erhabene Kreuzbild Till Riemenschneiders vom Dettwanger Kreuzaltar. Aber auch die Kreuze der Bildschnitzer im Grödnertal oder in Oberammergau bieten gute Kunst. Jeder wähle das Kreuzbild, das seiner Frömmigkeit entspricht.

Das Kreuz schmückte in der alten Heimat oft die Giebel der Bauernhäuser. Mancher Hof hatte sein eigenes Wegkreuz mit schöner Anlage, die hingebungsvoll gepflegt wurde. Viele wurden seitdem von frevlerischen Händen zerstört oder bei der Zusammenlegung der Äcker zu Kolchosen einfach beseitigt. Es gibt ja keine Flurprozession mehr, wo man vor diesen Wegkreuzen Gottes Segen über Hof und Felder erflehte. Es ist sicher nicht zufällig, daß die Heimatvertriebenen nach Überwindung der ersten Not an vielen Orten Kreuze errichteten, die man Ostland- oder Flüchtlingskreuze nannte. Im Glauben an den Gekreuzigten hatten die Menschen die Passion der Vertreibung überstanden.

Als Diözesanvertriebenenseelsorger der Diözese Mainz habe ich im Laufe der Zeit 12 solcher Gedenkkreuze geweiht. Nach nahezu 25 Jahren muß ich allerdings feststellen, daß manche dieser Kreuze Schaden gelitten haben und manche Anlage inzwischen verwildert ist, aber ich darf auch sagen, daß manches Kreuz und die dazugehörige Anlage bis heute liebevoll gepflegt wird und daß sich die Heimatvertriebenen zu Gottesdienst und Andacht, zumal etwa am Tage der Heimat, dort versammeln. Die meisten solcher Kreuze wurden in der Diaspora errichtet, wo solche Denkmäler, Kreuze und Wegkapellen seit Jahrhunderten verschwunden waren. Auch Andersgläubige, ja auch Nichtgläubige haben diese Denkmäler angenommen, weil sie selbst erlebten, unter welchen Opfern diese Kreuze errichtet, wie dort gebetet und mit welcher Sorgfalt sie von Heimatvertriebenen gepflegt werden. Hier darf ich ein Wort an alle Verantwortlichen richten: Wo ein Kreuz morsch geworden ist, soll es erneuert werden, wo eine Anlage verunkrautet ist, soll sie neu gepflegt werden. Was die erste Generation unter großen Opfern geschaffen hat, soll die zweite Generation pflegen und erhalten, sonst gereichen diese Gedächtnisstätten Gott und uns nicht zur Ehre.

Über ein Gedenkkreuz, das Ostenkreuz vom Eckerberg noch folgendes: Errichtet hat es unser Landsmann, Pfarrer Adolf Schrenk aus Oberlindewiese, auf dem Eckerberg, inmitten

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