Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 166
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Chtěla jsem vidět Ježíška

Ich wollte das Christkind sehen

Fünf Jahre war ich alt und ich nahm mir fest vor, einmal das Christkind wirklich zu sehen. Viele Wochen vorher wurde immer vom Christkind geredet. Wenn Du nicht brav bist, wird Dir das Christkind nichts bringen und viele andere Androhungen wurden da hörbar. Auch etwas Schönes kann es bringen. Manchen Wunsch würde es erfüllen. Nun, alle diese Worte erweckten in mir eben den Wunsch, einmal das Christkind sehen zu können. Es soll ja in der Heiligen Nacht zu allen Kindern auf Erden kommen.

Alle Hl. Abende kamen immer einige Nachbarsleute bei uns zusammen. Es war schon Tradition, als Abendabschluß russischen Tee mit Rum und Weihnachtsgebäck aufzutragen. Noch heute sehe ich die großen Teegläser mit dem breiten Goldrand. Die Nachbarn Markof und den Erich Rauscher mit meinen Eltern zusammen um den großen Tisch sitzend, redeten halt auch vom Christkind, was es mir bringen wird usw. Es war feierlich an diesem Abend, so prägte es sich in mein kleines Gehirn ein. Auch wurde es Zeit für mich, daß ich schlafen sollte. Nun war es zur Winterszeit im oberen Geschoß zu kalt für mich zum Schlafen und so hatte man mir das Gatterbettl in der Wohnstube aufgestellt. Ich gab mir große Mühe ja wach zu bleiben und tat aber so als schliefe ich. Da meinte nach einiger Zeit der Rauscher Erich, ich glaube, jetzt schläft sie, Euer Annerl, und wir können anfangen. Vorsichtshalber hängen wir aber das Bettchen zu. Ein Besenstiel wurde zwischen Matratze und Kopfteil gesteckt und ein Fenstervorhang drüber gehängt. Nun war ich doch enttäuscht, weil ich durch den Vorhang nichts sehen konnte. Aber meine Ohren lauschten dafür umso angestrengter. So hörte ich, baumreinholen Vater, wie die Mama kisterte mit den herbeigeholten Schachteln, die sie vom Boden, wo sie gut verwahrt waren, herunterbrachte. Die Mama und Frau Markof sollten die Fäden an die Zuckerstückln und dem Gebäck anbinden. Mein Vater und der Erich waren beauftragt den Baum zu schmücken. Vor Müdigkeit schlief ich dann doch ein. Mir wurde bewußt, daß es doch kein wirkliches Christkind gibt. Aber am Weihnachtsmorgen freute ich mich sehr über die schönen Sachen, die für mich unter dem mit Lichtern geschmückten Christbaum gelegt worden waren. Davon hatte ich doch nichts gewußt.

Als ich mit dem elften Lebensjahr zum erstenmal aufbleiben durfte, um den Baum für meine jüngeren Geschwister zu schmücken, habe ich meiner Mutter mitgeteilt, seit wann ich schon wußte, was es mit dem Christkindl auf sich hatte. Sie wunderte sich, daß ich so lange darüber geschwiegen habe und meinte dann: „Also so was, da haben wir uns solche Mühe gegeben, und du hast alles schon so lange gewußt!"

A. Zimowski, geb. Wawersich

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Kniha „Vlci ve všech německých zemích"

„Wölfe in allen deutschen Landen"

Franz Berger

Der Inhalt des Buches ist ein Erlebnisbericht, der in jeder deutsche Familie Eingang finden sollte. Er gibt Einsicht vieler Ereignisse vom Jahre 1907 bis zum Jahre 1978, wie sie sich tatsächlich zugetragen haben, vor allem der Ablauf der beiden Weltkriege bis zur Vertreibung aus der Heimat. Vom tiefsten Frieden bis zu einem Frieden, der in weiter Ferne — zum Schaden des ganzen deutschen Volkes — liegt. Es handelt sich um unser Volk, das durch Fleiß, Können und Wissen allen anderen Völkern haushoch überlegen war und dadurch Haß und Mißgunst bei vielen ausländischen Mächten erzeugte. Aus diesem Grunde wurde Deutschland zweimal mit voller Absicht in eine katastrophale Lage gestürzt. 14 Millionen Deutsche wurden vertrieben, dann folgte die Besetzung urdeutscher Gebiete, amerikanische Umerziehung, Teilung des restlichen Deutschlands in drei Teile und Anerkennung der besetzten Gebiete, Verschenkung von Milliarden Deutscher Mark bis ins Uferlose, ohne Gegenleistung.

Ein weiteres waren die Neutronenbombe, Kernkraftwerke bis zu den Weltraumsatelliten und US-Verteidigungslinie inmitten der Bundesrepublik. Mein Ziel war, das Erlebte wieder in Erinnerung zu bringen, damit nach uns kommende Generationen sich ein Bild machen können, was im Gegensatz zu den im In- und Ausland seit 1945 erfundenen Geschichtslügen wirklich geschah. — ISBN 3 - 7053 - 0894 - 7, Umfang 350 Seiten Ganzleinen, DM 28,— schwarz/weiß, DM 38,— mehrfarbig. Erhältlich bei: Ing. grad. Franz Dörre, Wehefritz-Str. 5, 8500 Nürnberg 90.

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