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wir von 1809 - 1843 nachweisen können, und Truckenbrod, dessen Namen in den Fabriksverzeichnissen 1822 - 1836 erscheint. Durch einen glücklichen Zufall, der den Familiennamen Stöbers mit dem fraglichen Buchstaben beginnen läßt und uns dessen unbeholfene Unterschrift als Taufpate und Trauzeuge in den Kirchenbüchern erhalten hat, können wir die erstere Marke ihm zuteilen, während die letztere sonach dem Truckenbrod zuzuteilen ist" (Meyer, S. 75).
Ich würde es nicht wagen, eine so strenge Trennung zweier Markentypen vorzunehmen, wie dies Meyer tut (vgl. Markentafel A, Nr. 3 - 11: es gibt stärkere und zartere S, mit und ohne Punkt, einmal sogar mit zwei kurzen Strichen, ferner mit und ohne den zarten auslaufenden Strich an der unteren Krümmung des S). Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, daß jede in Kobaltblau gezeichnete, unter der Glasur liegende Marke mehr oder weniger klar bzw. verschwommen erscheint. Auch würde ich das Kriterium „unbeholfen" auf die angebliche Stöber-Marke nicht unbedingt anwenden; nach meiner subjektiven Ansicht entbehrt gerade die fragliche Marke (Markentafel A, Nr. 3) nicht eines gewissen eleganten Schwunges. Pazaurek datiert vergleichbare Marken (Pazaurek Nr. 2 und 3) in die Zeit von 1817 bis 1830.
Eingestempelte Marken
(Ca. 1830/31 - 17: Schlaggenwald, SCHLAGGENWALD, LIPPERT & HAAS IN SCHLAGGENWALD, L & H; S)
Ein eingestempeltes S wird von Pazaurek der Zeit nach 1831, von Meyer nach 1832, zugewiesen. Es dürfte, in leicht variierender Form, bis zum Ersten Weltkrieg verwendet worden sein (in den Adreßbüchern der keramischen Industrie 1887 - 1913 ist das eingestempelte S als Marke Schlaggenwalds, das eingestempelte C als Marke Chodaus abgebildet).
Die anderen eingestempelten Marken (Markentafel A, Nr. 13 - 17) wurden nach Pazaurek „vor 1847" (Nr. 16) bzw. „schon in den 30er Jahren" (Nr. 13, 14) verwendet; Meyer datiert sie 1832 - 1846. Vermutlich hängt dieser offenkundige Wechsel der Fabriksmarken zu Beginn der 1830er Jahre damit zusammen, daß nach dem Tod von Wenzel Haas (1830) dessen Sohn August seine Nachfolge als Mitbesitzer der Fabrik antrat und diese Zäsur auch nach außen hin sichtbar gemacht werden sollte — diese Vermutung kann ich allerdings mangels entsprechender Quellen nicht beweisen.
Umdruckmarken unter Lippert & Haas bzw. August Haas
(Ca. 1830 - 1867, Markentafel A, Nr. 18 - 32)
Umdruckmarken in verschiedenen Farben (schwarz oder chromgrün) und in verschiedener Umrahmung kennzeichnen die damals entstandenen Umdruckgeschirre. Pazaurek datiert die Umdruckmarken unter Lippert & Haas 1830 - 1847 (Meyer: 1830 - 1846), jene unter August Haas 1847 - 1867 (Meyer: 1847 - 1866).
Die Marken von Haas & Czjzek und der heutigen Schlaggenwalder Fabrik
(Ab 1867, Markentafel B, Nr. 33 - 59) Marken 1867 - 1918
Die eingestempelte Marke mit dem eingestempelten Wortlaut „Haas & Czjzek in Schlaggenwald" (Markentafel B, Nr. 33) fällt laut Pazaurek in den Zeitraum von 1867 bis 1888.
Im Jahre 1889 wurde eine Marke aus zwei gekreuzten Pfeilen, die ein S einschließen, registriert (Markentafel B, Nr. 34). Pazaurek datiert sie 1888 - 1896 und fügt hinzu: „seither markenlos" — ein Zusatz, der sich als sehr gefährlich erwiesen hat, da er von manchen Autoren allzu kritiklos übernommen wurde.
Selbstverständlich ist die Produktion der Schlaggenwalder Fabrik seit 1896 keineswegs markenlos. Abgesehen vom bereits erwähnten eingestempelten S, das bis 1913 nachweisbar ist, konnte ich zwei Marken, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts registriert wurden, ausfindig machen: Nr. 35 und Nr. 36 meiner Markentafel B. Die Marke Nr. 37 kann ich zwar nicht mit völliger Sicherheit Schlaggenwald zuschreiben, doch dürfte eine solche Zuschreibung nicht ohne Wahrscheinlichkeit sein. Die Buchstabenkombination H & C S der Marken Nr. 38 und 39 (Markentafel B) läßt meiner Ansicht nach keine andere Deutung als „Haas & Czjzek, Schlaggenwald" zu; der Dekor jener Objekte, die diese Marke tragen, weist auf den Beginn des 20. Jahrhunderts.
Im Jahre 1916 schließlich wurde eine Marke mit Doppeladler (Markentafel B, Nr. 40) registriert (ohne Nummer 7882), die für mich noch nicht genauer datierbare Marke Nr. 41 ist auf einem Porzellan aus demselben Service zu sehen, das die Marke Nr. 40
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