Liebe Landsleute!
Das von vielen Landsleuten herbeigesehnte Heimattreffen in Auerbach/Opf., anläßlich des Bestehens der 25jährigen Patenschaft, liegt nun schon einige Wochen zurück. Die Freude auf das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten ist dahingeschmolzen. Es waren herrliche Stunden, die wir in unserer Patenstadt Auerbach erlebten. Nur wer dabei war, kann ermessen, was uns diese Tage an Schönem erleben ließen. Es wird allen unvergeßlich bleiben.
Dem Schirmherrn, dem ersten Herrn Bürgermeister Haberberger, sagen wir Schlaggenwalder und deren einstigen Landgemeinden nochmals ein herzliches Dankeschön. Ein ganz besonderer Dank geht an die Damen der Stadträte von Auerbach, die uns vorbildlich und unermüdlich bewirtet haben. Wir vergessen nicht, welches Opfer an Freizeit sie für uns gebracht haben. Danken wollen wir auch Toni Kunzmann, der die erste Phase des Treffens eingeleitet hatte, aber durch einen gebrochenen Fuß abbrechen mußte und die weiteren Maßnahmen für das Treffen an Franz Hoffmann abgegeben hat. Auch ihm danken wir für seinen Einsatz.
Mein ganz besonderer Dank, als Herausgeber des „Schlaggenwalder Heimatbriefes", gilt Euch, meine lieben Landsleute, die ihr so zahlreich gekommen seid. Es hat meine Erwartung weit übertroffen, sind doch 3 1/2 Jahrzehnte seit unserer Vertreibung vorbeigezogen und wir bilden noch immer eine große Gemeinschaft. Möge es noch recht lange so bleiben!
Einen kleinen bitteren Tropfen galt es zu schlucken, als viele Landsleute feststellen mußten, daß diesesmal kein Hl. Amt für uns von unseren Priestern aus der Heimat gehalten werden konnte. Auf die Fragen der Landsleute, weshalb man uns in kirchlicher Betreuung allein lasse, konnte ich nur mit Achselzucken antworten. Es waren alle Landsleute durch den Heimatbrief eingeladen worden. Ich selbst war nicht der Veranstalter des Heimattreffens zur 25jährigen Patenschaftsübernahme. Aber auch der Herr Pfarrer von Auerbach hat herzliche und anerkennende Worte für uns in der Predigt gesprochen, und so haben wir doch den geistlichen Schutz gespürt. Eine große Zahl unserer Landsleute hat am Abendmahl teilgenommen.
Wie viele Landsleute an dem Treffen teilgenommen haben, ist mir noch nicht bekanntgegeben worden. Schätzungsweise dürften es 400 - 500 gewesen sein. Die dortige Tagespresse hat ausführlich über die Veranstaltung berichtet.
Die Ehrung für unsere toten Landsleute im Stadtfriedhof von Auerbach, war ein erhabendes Gedenken. Der Zug zum Friedhof wurde von der Auerbacher Bergknappen-Kapelle angeführt, ihm folgten eine stattliche Menschenmenge. Nach den Klängen der Trauermärsche zogen wir durch die Stadt. Viele Landsleute befanden sich in der Egerländer Tracht im Zuge, der ein schönes buntes Bild bot.
Nach kurzen Ansprachen legte der 1. Bgm. von Auerbach an der Gedenkstätte einen Kranz nieder. Umrahmt wurde die Feier von der Bergknappenmusik und den Choralgesängen des Gesangvereines.
Hoffen wir, noch recht oft die Gastfreundschaft in unserer Patenstadt Auerbach erleben zu dürfen.
Richard Brummeissl
Nicht das ist verloren, was uns gewaltsam genommen wird, sondern nur das, was wir selber preisgeben.
JOSEF MÜHLBERGER
[obr] Der Samstagabend im Pfarrsaal war für alle Teilnehmer ein großes Erlebnis.
[obr] Frau Haberberger war unermüdlich im Einsatz, um den Durst unserer Landsleute zu löschen. Wir
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