Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 165
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K výročí založení firmy před 290 lety: Porcelánka v Horním Slavkově (Schlaggenwald)

Wenn die Fabriken von Hammer (Anm.: Pirkenhammer) und Schlakkenwalde, durch schöne Formen und brillante Verzierung mehr in einen guten Geschmack zu kommen wüssten, so würde die Nähe Carlsbad's und die Kauflust der Badegäste bald allein hinreichend sein, sie zu heben und zu erhalten.

Auf jeden Fall sind die Geschirre der Fabrick zu Hammer nicht allein besser, sondern auch wohlfeiler."

Eine etwas andere Einschätzung — im Vergleich mit Pirkenhammer — findet Stephan Edler von Keeß im Jahre 1823 (Darstellung des Fabriks- und Gewerbswesens im österreichischen Kaiserstaate, Band 2, Wien 1823, S. 833):

„Außer Wien hat im österr. Staate Böhmen noch 5 Porcellanfabriken, nähmlich zu Schlaggenwald, Elbogen, am Pirkenhammer, zu Klösterle und zu Gießhübel. Die Schlaggenwalder Fabrik, den HH. Georg Lippert und Wenzel Haaß gehörig, ist darunter die vorzüglichste, und liefert Tafelgeschirre, Kaffegeschirre und Pfeifenköpfe. Ihre Masse ist rein, die Geräthe sind mit Fleiß gearbeitet, die Mahlerey und Farben gut, die Preise billig ..."

Erfolgreiche Beteiligung an Ausstellungen

Anläßlich der ersten Prager Gewerbsproduktenausstellung im Jahre 1828 erhielt die Fabrik ein Belobungsdekret: ausgestellt waren eine Vase und ein Déjeuner. Bei der zweiten Gewerbsproduktenausstellung in Prag wurde die Fabrik bereits mit der Bronzemedaille ausgezeichnet:

„Diese seit mehreren Jahren durch ihre Produkte vorteilhaft bekannt gewordene Porzellanfabrik lieferte: Vasen von bedeutender Größe und gefälliger Form, Zuckerdosen, Tassen von verschiedenen Formen, Fruchtkörbchen und Teller, sämmtlich von feiner weißer Masse. Die Malerei, die Verzierungen und die reiche Vergoldung beweisen ein so eifriges Vorschreiten in der Vervollkommnung, daß diese eines vorzüglichen Rufs sich bereits erfreuende Fabrik die Auszeichnung durch die Bronzene Medaille verdient" (Meyer, S. 24).

Bei der dritten Prager Gewerbsproduktenausstellung wurde die Fabrik bereits durch Verleihung der Silbermedaille geehrt. Im Bericht der Ausstellungskommission (zitiert nach Meyer, S. 24) heißt es:

„Der direkte Verkehr dieser Fabrik sowohl, als ihr Verschleiß zu Prag und Wien ist sehr bedeutend, und giebt über Hundert Familienvätern Nahrung und Beschäftigung. — Die sehr zahlreichen und in Hinsicht auf Formen sowohl, als auf Mahlereien und Verzierungen sehr mannigfaltigen Produkte, welche sie diesmal zur Ausstellung einschickte — Pfeifenköpfe das Dutzend a 12 kr C.M. bis zu den feinsten Gattungen, Speise-Service und Déjeunes von den verschiedensten Desseins, einzelne Tassen von verschiedenartiger Facon mit gelungenen Portraits und anderen trefflichen Mahlereien, Vasen, Fruchtschalen und sonstige Geräthschaften mit prachtvoller Vergoldung — veranschaulichten auf eine sehr rühmliche Weise den bedeutenden Umfang des Fabriksgeschäftes sowohl, als den hohen Grad von Vollkommenheit in der Produktion. Durch Weiße und Reinheit der Masse und Glasur waren die zum gewöhnlichen Gebrauch bestimmten Geschirre ebenso sehr ausgezeichnet, als die Luxusgegenstände den höchsten Anforderungen des verfeinerten Geschmacks entsprachen, worin diese Fabrik besonders in Hinsicht auf gelungene Mahlereien eine glänzende Stufe behauptet. Als ganz neuer Gegenstand war die gelungene Darstellung von lithophanen Lichtschirmen vorhanden, welche Letztere, transparente Portraits und sonstige Zeichnungen in Tuschmanier darstellen, die in der (Bisquit-)Masse selbst auf eine sehr sinnreiche Weise, durch Erhabenheiten und Vertiefungen, und somit durch die stellenweise, mehr oder weniger durchdringenden Lichtstrahlen hervorgebracht werden. Die Preise sämmtlicher Artikel wurden billig befunden, obgleich sie für die erste Qualität angesetzt waren; Waaren zweiter und dritter Qualität werden noch um 25 und 40 % niedriger notirt."

Ausführliche Berichte zwischen 1835 - 1845

Durch die Berichte über die drei in Wien abgehaltenen österreichischen Gewerbsproduktenausstellungen (1835, 1839, 1845) und durch einen undatierten, vermutlich um 1840 geschriebenen Bericht (in den Akten der Wiener Porzellanmanufaktur) sind wir über die Schlaggenwalder Porzellanfabrik im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts besonders gut

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