Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 165
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Auerbach oslavil 25 let patronátu nad Horním Slavkovem (Schlaggenwald)

Auerbach feierte 25jähriges Bestehen der Patenschaft mit Schlaggenwald

Auerbach feierte 25jähriges Bestehen der Patenschaft mit Schlaggenwald

Heimatandenken bewahren

Bürgermeister erinnerte an Aussiedlung der Schlaggenwalder vor 30 Jahren – Dank für Aufbauleistung nach dem Krieg – Verbundenheit mit allen Heimatvertriebenen

25 Jahre Patenschaft mit Schlaggenwald feierte am Wochenende die Bergstadt Auerbach. Neben einem Festgottesdienst am gestrigen Sonntagmorgen und der Ehrung der Verstorbenen am Friedhof war vor allem der Festabend am Samstag Höhepunkt der Feierlichkeiten.

Im Pfarrsaal konnte dazu in Vertretung des Initiators der Patenschaftsfeier Toni Kunzmann, Franz Hofmann die Gäste aus der sudetendeutschen Patenstadt willkommen heißen. Hoffmanns Gruß galt neben Schirmherrn Bürgermeister Haberberger seinen beiden Stellvertretern Schreg und Kreuzer sowie dem gesamten Stadtrat, Vertretern des Kreises, des Stadtverbandes der Kirche und nicht zuletzt stellvertretendem Landrat Willi Morgenschweiß.

Schirmherr Bürgermeister Haberberger erinnerte an die Aussiedlung der Bürger vor 30 Jahren nach Auerbach. Vor 25 Jahren hätte man dann einstimmig im Stadtrat einer Patenschaft zugestimmt, die maßgeblich auf die Initiative des ehemaligen Stadtrates und Schlaggenwalders Anton Hoffmann zurückginge. Er verlas den Patenbrief, den der damalige Bürgermeister Fritz Finsterer unterzeichnete.

Haberberger verwies darauf, daß es ihm eine persönliche Freude bereite, die Willkommensgrüße der Bergstadt entbieten zu können. Auch seine Gedanken würden in die Heimat der Schlaggenwalder gehen, zumal er erst vor zwei Jahren einen Gegenbesuch nach Schlaggenwald unternommen habe.

In der Großgemeinde Auerbach zeige man sich mit allen Heimatvertriebenen stark verbunden und erinnerte daran, daß einige Stadträte selbst nach dem Kriege ihre Heimat verlassen mußten. „Ihr Schlaggenwalder seid ein fester Bestandteil unserer Stadt", so der Bürgermeister weiter und sprach seinen Dank für die nach dem Krieg geleistete Arbeit aus. Haberberger bat abschließend, auch weiterhin das Andenken an die Heimat zu bewahren, um das alte Bild in Erinnerung zu erhalten. Der Bürgermeister rezitierte dazu ein selbstverfaßtes Gedicht:

„Heimat, ein großes Wort — wie Mutter inhaltsschwer,/daß es dich gibt, dafür wollen wir Gott danken./Wir alle lieben dich, die Heimat, immer mehr,/bei dir sind wir heut' in Gedanken./Heimat Schlaggenwald, dort im nahen Sudetenland,/wir grüßen dich in dieser Abendstund'/und geloben dir, gleichsam als Unterpfand,/du und wir — wir sind immer ein fester Bund./Wir Schlaggenwalder und wir Auerbacher in der Oberpfalz/wir wollen für immer in Treue zusammenstehn,/die Patenstädte, unser Herrgott erhalt's/Schlaggenwald und Auerbach sind wunderschön."

Die Grüße des Landkreises übermittelte stellvertretender Landrat Willi Morgenschweiß. Er forderte die bundesweite Anerkennung der landsmännischen Arbeit und die selbstverständliche Pflege des gemeinsamen Kulturgutes. Eine Aufgabe der Patenschaft zwischen den beiden Bergstädten sei es auch mit zum Nutzen des Deutschtums beizutragen.

Im Verlauf des Abends erhielten aus der Hand von Bürgermeister Haberberger Anton Hoffmann, Tony Kunzmann und Richard Brummeissl, der Herausgeber des Schlaggenwalder Heimatbriefes, ein Stadtwappen in Gußeisen. Eine Meriankachel bekam Franz Hoffmann überreicht. Mit einer echten Schlaggenwalder Torte überraschten die Gäste die Frau des Bürgermeisters. Als Gastgeschenk erhielt Hanni Haberberger einen Pokal. Den weiteren Abend gestaltete musikalisch der Trachtenverein. Vor allem der Auftritt der Jugendgruppe begeisterte die Gäste.

(Aus der örtlichen Presse entnommen: Auerbach und Umgebung, vom 14. Sept. 1981)

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