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werden. Wir haben es erfahren unter einem fremden, uns feindlich gesinnten Volke, unsere Muttersprache verteidigen zu müssen. Daß man uns feindlich gesinnt war, bezeugte die Vertreibung. Leider hat es aber den Vertreibern keinen Nutzen gebracht. Wir haben hier einen gewaltigen Aufbau in einem vollkommen zerstörten Lande geleistet, und am Wohlstand mitgewirkt. Was ist aus den großen Vermögenswerten geworden, die man uns geraubt hat? Wo ist die kommunistische Aufbauleistung heute? Mit Stolz können wir hier auf die Leistungen verweisen. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Wir haben Grund zur Zufriedenheit. Auch die jetzige Drangperiode werden wir überwinden, wenn auch Opfer abverlangt werden sollten. Einmal hört eben jeder Überfluß auf. Auf die früheren Maßhalteappelle wurde nicht geachtet, und man schöpfte immer mehr von der Substanz des Volksvermögens ab. Nun scheint man doch an dem Punkt angelangt zu sein, wo es heißt „es geht nichts mehr". Ohne Sparsinn kein Fortschritt mehr. Wollen wir nur hoffen, daß die Politiker einen gesunden Weg begehen, der uns aus der Krise führt. —
Wie aus unserer Spendenliste zu entnehmen ist, haben die Landsleute kräftig beigetragen, unseren „Schlaggenwalder Heimatbrief" am Leben zu erhalten. Ich bedanke mich bei allen Spendern herzlichst. Obwohl es mir schon nicht mehr leicht fällt, die Arbeit für die Herausgabe des Heimatbriefes zu schaffen, möchte ich doch meine Landsleute nicht im Stich lassen. Es sind ja so viele, die noch immer an der Heimat und an den „Nachrichten" interessiert sind und unsere Nachrichten als Verbindungsquelle empfinden. Ganz besonders, wenn wir eine Zusammenkunft planen, ist die Unterrichtung darüber von großer Wichtigkeit. So möchte ich denn auch heute wieder auf unser Heimattreffen in Auerbach aufmerksam machen. Bitte macht es möglich und kommt zahlreich in unsere Patenschaftsstadt Auerbach am 12. und 13. September 1981. Bedenkt, daß es zum letztenmal eine solche Zusammenkunft geben könnte. Die Mehrzahl unserer Landsleute ist schon betagt und des Reisens müde. Viele liebe Freunde haben uns schon lange verlassen. Darum sollte es uns Ansporn sein, nochmals einen Händedruck von allen Landsleuten entgegen zu nehmen.
Da an unserem Treffen auch dortige Vereine teilnehmen, bitte ich alle Landsleute, die eine Egerländer Tracht besitzen, diese mitzunehmen. Je bunter wir auftreten, desto gemütlicher wird das Zusammensein werden. Unser Toni Kunzmann wird uns in der Patenstadt eine schöne Aufnahme bereiten und auch ein gutes Programm bieten.
Der Schirmherr für unser Treffen wird der 1. Bürgermeister Hanni Haberberger sein. An dieser Stelle möchte ich ihm heute unseren Dank dafür aussprechen. Ich verspreche auch, daß wir uns bemühen werden, uns der Feier der 25jährigen Patenschaft würdig zu erweisen. Wir wollen der Stadt Auerbach und seinen Einwohnern unseren Dank sagen, daß sie uns das Gefühl gegeben haben, in unserer Not des Verlassenseins durch ihre Großherzigkeit in ihre Gemeinschaft aufgenommen worden zu sein.
Auf ein frohes Wiedersehen in Auerbach freut sich
Euer Richard Brummeissl
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Liebe Schlaggenwalderinnen und Schlaggenwalder!
Am 12. und 13. September 1981 ist in Auerbach das Fest der 25jährigen Patenschaft Schlaggenwald - Auerbach. Jahrzehnte sind vergangen, seit Sie Ihre Heimatstadt Schlaggenwald verlassen mußten. Viele von Ihnen leben bei uns.
Ihre Heimattreffen waren immer sehr beeindruckend. Ich bin überzeugt, daß dies auch im September der Fall sein wird. Sie hängen nicht nur an Ihrer Heimat, sondern haben auch engen Kontakt untereinander. Das Jubiläumstreffen wird dazu einen weiteren Beitrag leisten.
Stellvertretend für den Stadtrat, die Bürgerschaft der Großgemeinde Auerbach und natürlich ganz persönlich lade ich Sie alle sehr herzlich ein. Schon jetzt sage ich Ihnen ein herzliches Willkommen in unserer Stadt!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hanni Haberberger
1. Bürgermeister
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