Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 156
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200 000 účastníků na Sudetoněmeckém dni

200.000 Teilnehmer am Sudetendeutschen Tag

Begünstigt durch das schöne Pfingstwetter, wies der Sudetendeutsche Tag 1979, der in München stattfand, wiederum eine hohe Besucherzahl auf. Bis zum Beginn des katholischen Pontifikal-Amtes um 9.30 Uhr waren der Kundgebungsplatz und die Hallen bereits überfüllt. Nach Schätzungen der Organisationsleitung des Sudetendeutschen Tages waren um diese Zeit bereits an die 180.000 Teilnehmer gekommen, und ihre Zahl hat sich im Laufe des Tages auf 200.000 erhöht, da sich offenbar viele Teilnehmer erst in letzter Minute und aufgrund des schönen Wetters für eine Reise nach München entschlossen. Die Anfahrt der ersten Autobusse begann bereits vor 7.00 Uhr. Bis 9.00 Uhr waren bereits alle der vorgesehenen Parkplätze auf der Theresienwiese besetzt.

Das Pontifikal-Amt wurde vom Erzbischof von München-Freising, Josef Kardinal Ratzinger zelebriert, der auch die Festpredigt hielt. In ihr beurteilte er die Vertreibung als einen Verstoß gegen die Menschenrechte und gegen die christlichen Gebote. Er fand lobende Worte für die Sudetendeutschen, die in Bayern und in der Bundesrepublik Deutschland eine neue Heimat geschaffen und am Aufbau mitgeholfen haben. Bayern und Böhmen, verbinde auch der gemeinsame Heilige, Johann von Nepomuk, dessen Standbild auf dem bayerischen wie auch böhmischen Brücken zu finden sei. Johann von Nepomuk habe als Priester für seinen Glauben gelitten und sei für diesen gestorben, da er das Beichtgeheimnis nicht preisgeben wollte. Den Katholiken vom böhmischen Raum wie auch in Bayern sei er ein Vorbild der Hingabe für den Glauben gewesen. Heute bilde er ein bindendes Element zwischen den Bayern und den Sudetendeutschen.

Der Pontifikal-Messe wohnten schätzungsweise 50.000 Menschen bei, die auf dem Kundgebungsplatz dicht gedrängt standen.

Die evangelischen Christen hatten sich in der Matthäus-Kirche zum evangelisch-lutherischen Gottesdienst zusammengefunden, der von Pfarrer Rohrbuch abgehalten wurde. Große Beteiligung wies auch der altkatholische Gottesdienst in der Kirche St. Willibrord auf, da früher in Nordböhmen eine sehr starke altkatholische Gemeinde bestand.

Mit weit mehr als 60.000 Teilnehmern war der Kundgebungsplatz gefüllt, als der Beauftragte für den Sudetendeutschen Tag 1979, Siegfried Zoglmann, Landesobmann der SL-Landesgruppe Bayern, die Hauptkundgebung eröffnete. Die mehr als 200.000 Teilnehmer am Sudetendeutschen Tag seien, so sagte er, der Beweis dafür, daß die Rechnung der Vertreiber, das Sudetendeutschtum zu zerstreuen und zu vernichten, nicht aufgegangen sei. Er dankte dem Freistaat Bayern für die Übernahme der Schirmherrschaft über die sudetendeutsche Volksgruppe vor 25 Jahren und begrüßte eine Reihe von Ehrengästen, darunter den Regierenden Fürsten von Liechtenstein, Franz Josef II., Ministerpräsident Franz Josef Strauß, den ehem. Ministerpräsidenten Alfons Goppel, Staatsminister Dr. Fritz Pirkl, Staatssekretär Franz Neubauer, den Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Josef Stingl, Generalleutnant Frodl, die Bundestagsabgeordneten Dr. Herbert Hupka, Dr. Fritz Wittmann und Dr. Erich Riedl, Dr. Otto von Habsburg, die Sudetendeutschen aus Argentinien, Brasilien, Kanada, Schweden und Großbritannien, sowie die ungenannten Landsleute aus der „DDR". Den im Ostblock lebenden Deutschen, besonders den Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei entbot Zoglmann die Grüße und herzlichen Glückwünsche der am Sudetendeutschen Tag teilnehmenden Landsleute.

Unter den Klängen von Marschmusik zogen daraufhin die Sudetendeutsche Jugend mit ihren Fahnen, sowie die Trachtengruppen auf den Kundgebungsplatz ein.

Nach der von Wolfgang Egerter gesprochenen Totenehrung verlas der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Jugend, Erik Waengler, eine Erklärung seiner Organisation, in der auch die wichtigsten Punkte des Manifestes '79 der Sudetendeutschen Landsmannschaft und des Sudetendeutschen Rates enthalten waren.

Von starkem Beifall empfangen, sprach dann Bundestagsabgeordneter Dr. Walter Becher, Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu den Versammelten. Die 6 1/2 bis 7 Millionen Menschen, die seit 1950 die Sudetendeutschen Tage besucht haben, seien der Beweis für die Vitalität der Volksgruppe, die in vielen Formen und Daseins-Bereichen lebt. Die Sudetendeutschen hätten einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands und Europas geleistet, aber es bleibe offenbar ein wichtiger Bestandteil der Kooperation mit den Vertreiber-Staaten, daß das Schicksal der 3 1/2 Millionen vertriebenen

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