Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 155
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Předpovědi Českého pastýře z roku 1356 (dokončení)

Die Weisungen des Hirten von Böhmen von 1356 (SCHLUSS)

Satz 31

Dann wird das Bayernland verheert und verzehrt, das Böhmerland mit eisernem Besen ausgekehrt.

a) vergleiche Satz 17 des blinden Jünglings.

b) Im Anschluß an die Fußnoten zu den Sätzen 29 und 30 Stormbergers rundet sich mit diesem Satz das Bild: der Einfall der Sowjets in Bayern kann diesen Zustand „verheert und verzehrt" schaffen. Aber auch die, welche bereits eine Besetzung durch eine bolschewistische Kampftruppe mitgemacht haben, können die Tragweite dieser Aussprüche erfassen. Die Spießer und Neunmalgescheiten der Westzonen glauben immer noch, daß die Russen vor ihren Häusern beim Anblick des Namensschildes (Schulze, Meier, Schmidt, oder Lehmann) umkehren werden, da sie „wissen", daß die Inhaber einmal KPD gewählt haben und nie (!?!) mit Hitler einverstanden waren.
Das Erwachen aus der Dösigkeit in die nackte Wahrheit wäre furchtbar.

Satz 32

Über die böhmischen Berge werden die mit den roten Kappen (Jacken?) kommen.

a) Man ist zwar sofort versucht, die roten Kappen als Symbol der bolschewistischen Zwangsherrschaft anzusehen. Aber auf die National-Tschechen paßt das Bild besser, da sie im Sokol wirklich rote Kappen und rote Jacken trugen und Stormberger weniger — im Gegensatz zum blinden Jüngling — in Symbolen redete, sondern die Dinge so nennt, wie er sie sieht.
Und sie kommen ja stündlich, täglich, die nationalen Tschechen über die böhmischen Berge um Schutz vor dem Teufel zu suchen, den sie leichtfertig an die Wand gemalt haben.

Satz 33

Aber es währt nicht lange – in einer Nacht wirds geschehen.

a) vergleiche Satz 16 des blinden Jünglings.

b) Hier erweist sich die ganze Tiefe der vorausgesagten Geschichte: Das Wesen des Atomkrieges zeichnet sich in wenigen lapidaren Worten ab, eine Katastrophe von zeitlicher Kürze aber elementarer Wucht in seinen Wirkungen.

Satz 34

Wer auf der Flucht zweierlei Brote mitnimmt und verliert eins, der soll sich nicht darnach bücken, er wird es nicht mehr brauchen; und wer seinen Mantel vergessen hat, soll nicht mehr umkehren, er wird ihn nicht mehr brauchen.

a) Die ganzen Vorkehrungen des 2. Weltkrieges zum Schutze der Zivilbevölkerung sind hinfällig; wer „auf der Flucht" von der Katastrophe erreicht wird, bedarf nicht mehr der Nahrung und auch der Kleidung, mit ihm ist es vorbei, er erreicht die sicheren Orte nicht mehr.

b) Aber auch noch einen tieferen sarkastischen Sinn enthalten die Worte „wer auf der Flucht zweierlei Brote mitnimmt . . ." nämlich, die beispiellose Gedankenlosigkeit des deutschen Volkes in Anbetracht der einmaligen gewaltigen Katastrophe wird hier gegeißelt. Vor der Flucht, also an der Schwelle der furchtbarsten Zerstörungen, die die Erdrinde jemals erlebt hat, werden die Menschen sich noch um Kleinigkeiten kümmern, um die Wahl zwischen zweierlei Brot. Eine wundervolle Charakterisierung deutscher Schläfrigkeit und dilettantischer Politisiererei.

Satz 35

Wer diese Zeit übersteht, muß einen eisernen Kopf haben.

a) Aber auch die anderen, welche weiter von der Katastrophe weg sind oder sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, werden schlecht wegkommen, ja es scheint, als ob überhaupt niemand mehr davon käme, es sei denn, er hat das Unmögliche: „einen eisernen Kopf".

Satz 36

Die Leute werden krank, aber niemand kann ihnen helfen.

a) Auch dieser Satz deutet die Katastrophe durch die furchtbaren Wirkungen der Atombome an: die angedeuteten Erscheinungen (Erkrankungen) können nur auf die

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