⟵ věta pokračuje z předchozího listu
hat er mit seinem Sohn durchgeführt, der ebenfalls ein sehr talentierter Steinmetz war. Als sie sich nach beendigter Arbeit in ihre Heimat Sachsen begaben, erreichte sie hier die Pestepidemie. Zuerst erkrankte der Sohn. Der Vater verwendete sämtliche Ersparnisse zur Genesung bzw. seine Heilung, aber alles umsonst. Sein Sohn starb. Der unglückliche Vater wollte sich von seinem Sohne nicht trennen. Angeblich hielt er ihn so lange in den Armen, bis er selbst auch starb, aus Trauer.
Es ist möglich, daß diese Tatsache diesmal jenen unbekannten Bildhauer inspiriert hat, der diese interessante und schöne Statuengruppe geschaffen hat, damit diese stets die Tragödie in Erinnerung bringen soll.
Im Jahre 1607 ist in der Stadt die rote Dysenterie (Ruhr) aufgetreten, welche mit wechselnder Intensität einige Jahre gewütet hat. Es gab wieder viele Tote und die Stadt kam so in eine schwierige Lage.
Der dritte „Pest"-Hieb hat die Gruben heimgesucht. Bei einer großen Überschwemmung wurde der Stollen Kaspar Pflug durch den Entwässerungskanal überschwemmt und weil die Stadt keine Fachleute zur Beseitigung dieses Defektes hatte, sank der Gewinn (Ertrag der Grube) auf ein Minimum. Kaiser Mathias, der aus den Schlaggenwalder Gruben enorme Erträge hatte, war beunruhigt. Auch er setzte in der Politik zur Erneuerung einer starken Herrschaftsmacht der katholischen Kirche, und darum entschloß er sich Schlaggenwald niederzubrennen. Als Vorwand wurde gegeben, daß die Stadt immer noch an der damals schon verbotenen evangelischen Lehre festhält und diese die Verbreitung der Pest ist.
Eine alte Chronik erzählt, daß damals Kaiser Mathias selbst nach Schlaggenwald kam, um mit eigenen Augen die Vollstreckung des Urteils wahrzunehmen. Es halfen keine Bitten um Gnade für die Stadt sein Herz zu erweichen. Aber als angeblich ein alter Bergmann um Gnade bitten kam, der von der Arbeit abgeschunden war, ließ sich der Kaiser bewegen, seinen Entschluß zu ändern.
Aber in Wirklichkeit war alles anders. Der erfahrene alte Bergmann, der von den Lagerstätten von Zinn auf den Ziegenrücken (Kozi hrbety) wußte, verriet dem Kaiser dieses Geheimnis und der Kaiser in Hoffnung auf einen erneuten Gewinn, begnadigte die Stadt.
Der 30jährige Krieg brachte dem ganzen Böhmischen Land, also auch Schlaggenwald, unermeßliche Mühen. Durch die Stadt zogen verschiedene Kriegsheere, die von der Stadt Lösegeld forderten, anderseits drohten sie mit Plünderung. Einmal herrschten hier die Evangelischen, einmal die Katholiken, aber niemand erkannte mehr, wer Freund und wer Feind ist. Es begann auch die Plünderung der Stadt. Das versklavte, armselige Volk hatte schon überhaupt kein Interesse an den Zwistigkeiten zwischen katholischen und nichtkatholischen Parteien. Die Stadt war ganz und gar zerstört und entvölkert. Der einst so vielversprechende Bergbau war im Verfall.
Im Jahre 1624 wurde in der Stadt eine harte Gegenreformierung durchgeführt. Die ruinierte Stadt wird zum neuen Glauben bekehrt. Laut dem kaiserlichen Patent mußten alle die Stadt verlassen, „die sich nicht mit Seiner Kaiserlichen Hoheit in Gnade übereinstimmten". Viele Gruben-Fachleute verließen damals die Stadt. Vielleicht ahnte auch damals noch niemand, daß die größten Erzlager bereits fast ausgeschöpft sind, und dafür genügte die damals noch minderwertige Technik nicht.
Ganz langsam erholte sich die Stadt nur von diesen Wunden. Der einst aufblühende Bergbau begann zu verfallen, auch der Handel verfiel mehr und mehr. Nur die Zinn-Meister hatten Absatz für ihre wunderschönen Kunsterzeugnisse, welche bis in unsere Zeit hinein im Museum in Eger bewundert werden.
Im Jahre 1713 ist der untere Teil der Stadt bis zum Rathaus ausgebrannt. Jedoch einen größeren Schaden als durch den Brand erlitt die Stadt durch den allgemeinen Verfall des Handwerks und des Handels, denn allen fehlte es an Betriebskapital und soweit die Handwerker arbeiten wollten, mußten sie sich Werkzeuge und Geräte ausborgen und Rohmaterial auf Borg verschaffen. Viele sind schon damals in andere Städte übersiedelt, wo sie bessere Bedingungen für ihre Arbeit fanden.
Langsam verfiel der Bergbau. Schlaggenwald verlor die Gerichtsbarkeit und wurde dem Elbogener Bezirksamt untergeordnet. Dies geschah im Jahre 1750. Im Jahre 1774 gibt der Bürgermeister der Stadt einen Bericht, worin er schreibt, daß auf den übriggebliebenen Gruben bis nun 200 Bergleute beschäftigt sind und 140 Personen gehen betteln und haben keine Einkünfte.
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
