Verschiedene Nachrichten
Einen erfreulichen Brief schickte mir Herr Roman Czyzek aus Wien und eine Geldspende, die ich für das Denkmal in Auerbach, für die alten Landsleute und den Fortbestand des HB aufgeteilt habe. — S. h. Spendennachweis. Lm. Czyzek hat sich vor zwei Jahren zu seinem 70. Geburtstag zur Ruhe gesetzt, nachdem er seinen Chemischen Betrieb abgegeben hat. Aber ausruhen tut er sich noch nicht. Gemeinsam mit der Gattin hat er sich an die Übersetzung der Ungarischen Lyrik begeben. Von zwei Ungarischen Dichtern sind die Übersetzungen in die Deutsche Sprache bei dem Verlag Otto Müller in Salzburg erschienen. An weiteren Übersetzungen wird noch gearbeitet. Eine schöne Aufgabe.
Der älteste Sohn Gordon hat in Schlaggenwald die Volksschule besucht und ist Physiker über Magnetismus im Forschungszentrum Karlsruhe. In dieser Eigenschaft ist er sehr viel auf Vortragsreisen in Ost- und Westeuropa. Zur Familie gehören 2 Töchter, 14 und 16 Jahre alt.
Der 2. Sohn, Anton Czyzek, ist Professor am Mozarteum in Salzburg für Klavier. Er hat sich ein Eigenheim gegründet und ist im Oktober vergangenen Jahres eingezogen. Zu seiner Familie zählen 3 Töchter (Dreimäderlhaus), 3, 5 und 7 Jahre alt.
Der 3. Sohn Alexander arbeitet zur Zeit als Graphiker in Wien. Er bereitet sich auf die Leitung des noch zu 50 % dem Vater Roman gehörende und gutgehende Glas- und Porzellanniederlassung der H & C in Budapest vor. Wir wünschen der Familie Czyzek weiterhin große Erfolge.
Erwähnenswert ist der Gedenktag an Josef Kafka aus Schlaggenwald, der am 19. 1. 1878 geboren wurde und es in der Monarchie zum Kammerstenographen im österreichischen Reichsrat brachte und zuletzt Leiter des Stenographenamtes im Wiener Bundesgesetzgebungshaus war. Er wurde von der Judenverfolgung nicht ausgeschlossen und nach Minsk deportiert wo er 1942 verstarb. Ich nehme an, daß sich noch viele Landsleute an die Familie Kafka erinnern werden. Das Kafkahaus — zuletzt die Tschechische Schule, davor das Voithaus, in dem auch Dr. Singer seine Praxis hatte, dürfte allen Landsleuten noch gut in Erinnerung sein.
Landsmann Josef Tauber, Oberstleutnant a. D., hat einen sportlichen Erfolg beim 2. ADAC Skirennen errungen! Seit vielen Jahren ist er Sachbearbeiter im Luftrettungsdienst des ADAC in München. — „Zeitbester in der Loipe - Hausham (ah) — Beim 2. ADAC-Skirennen in Achenkirch in Tirol, bei dem auch der Bayerische Rundfunk zu Gast war, wurde der 61 Jahre alte Oberstleutnant a. D. Josef Tauber aus Hausham in drei Altersklassen auf der 6,8 Kilometer langen Loipe Zeitbester. In der Gesamtwertung errang der passionierte Langläufer mit einer Zeit von 20 Minuten und 33 Sekunden den dritten Platz. Bereits im letzten Jahr hatte sich Tauber beim ADAC-Langlauf in zwei Klassen als Zeitbester qualifiziert."
Wichtig für Bayreuth und Umgebung
Am 16. April 1978 treffen sich die Landsleute zu einem gemütlichen Beisammensein wieder in Speichersdorf Gasthaus „Imhof". Die Landsleute haben beim letzten Zusammensein 65,— DM für die Gedenkstätte gespendet. Ein nichtgenannt werden wollender Landsmann hat den Betrag auf 100,— DM aufgerundet (s. h. Spendennachweis).
Rathaus in Schlaggenwald niedergebrannt
Eine Mitteilung ging mir zu, in der es heißt, daß das Rathaus in Schlaggenwald niedergebrannt sei. Man gab an, es hatte ein Kurzschluß in der elektr. Leitung den Brand ausgelöst. Man sollte nicht an dieser Behauptung zweifeln, denn man ist in dieser Gegend immer wahrheitsliebend gewesen. Nun ist ein besonderes Wahrzeichen von Schlaggenwald verschwunden. Ob man es wieder errichten wird? Ein Denkmal, das unvergessen in uns weiterleben wird, ob wir gute oder schlechte Erfahrungen in dem Gemäuer machen mußten. Wir waren stolz auf dieses
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