Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 151
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Příčiny a následky aneb dar a závazek

Wie wir auch in gleicher Weise an unsere Vergangenheit und an unsere größere Heimat erinnert werden, wenn im Neujahrskonzert aus Wien der schwungvolle unsterbliche Radetzky-Marsch erklingt.

Nach soviel Krieg und Heldentum, Leid und sinnlosem Tod, könnte man die Haltung eines Teils unserer Jugend verstehen, wenn sie verächtlich über Gesetz und Pflicht, Volk und Vaterland spricht. Nur sie unterliegt dabei wieder einer verhängnisvollen Fehlentwicklung: von einem Extrem ins andere. Wegen des Mißbrauchs und der Glorifizierung des Nationalen und des Militärischen unterlassen wir das Selbstverständliche — unterlassen, uns in der Bedrängnis zu wehren.

Nur zweimal erlebten wir in den vergangenen 30 Jahren für kurze Momente wieder das verlorengegangene Gefühl einer mit beispielloser Tapferkeit bestandenen Prüfung. Einmal, 1976 schafften es die Israelis über tausende km hinweg ihre wehrlosen Landsleute in Entebbe zu befreien und im vergangenen Herbst waren es junge deutsche Männer in Mogadischu, die für ihre Landsleute antraten und sie dem Wahnsinn entrissen. Das konnte kein Tag der Gewaltlosigkeit, der Kriegsdienstverweigerer sein, denn irgendwo gibt es einen Punkt, wo man sich seiner Ausreden, seiner Tatenlosigkeit und seiner Feigheit zu schämen beginnt.

Vielleicht wird es einmal den Krieg der Kanonen nicht mehr geben — vielleicht auch nie die Katastrophe einer einzigen Atombombenexplosion, trotzdem wird der Kampf weitergehen: der Kampf der Ideologien um die Seele des Menschen.

Dazu aber werden wir wieder den Mut und die Standhaftigkeit unserer Väter brauchen. Die hundert Jahre alte Drohung aus den Dämonen

„ . . . verjagen die Bojaren,
Stürzen auch das Reich des Zaren,
Alles Herrenland verteilen,
Und mit Äxten und mit Beilen
Kirche, Ehe, Heim vernichten,
Eine neue Welt errichten" —
darf nicht wahr werden. —

„Und wenn die Welt voll Teufel wär!"

H. Jakob (18. 1. 1878)

[obr] Treffen der ehem. Landschulteilnehmer in Ansbach im Jahre 1977

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