HEIMATLAND
HEIMATLAND
Berge, Täler, Wald und Wiesen,
so wie es die Natur erdacht,
viele bunter Blumen sprießen,
all in ihrer Farbenpracht.
Hörtest auch die Bäche rauschen,
das Wasser, das so hell und klar,
konntest der Lerche Lied oft lauschen,
das Land, das deine Heimat war.
Noch im Traume hält dich gefangen
jenes vertraute Heimatbild,
Wege, die du so oft gegangen,
diese Sehnsucht, die nie gestillt.
Und so manches stille Plätzchen,
von Heckenrosen heut umzäunt,
von warmen Lüften noch umkosen,
dort wo du einst vom Glück geträumt.
Frieda Erler
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Wöi's daham woar
[obr] Das „Scharfe Eck" in Schlaggenwald (Politisierer-Eck)
Wöi's daham woar
Heint wüll ich enk amål kaane Gschichtla va daham dazühln, owa dafüar wos as da Schlaggewale Gschicht. Wer waas nuch genau wöi unna Stadtwappn ausgschaut hout u wöi alt's eichentlich is.
Bürgerschuldirektor Rudolf Prosch schreibt in seinem Büchlein „Abriss der Geschichte der alten, einst kaiserlich freien Bergstadt Schlaggenwald" aus dem Jahre 1938 folgendes: Nach der Flucht Kaspar Pflugs hat Kaiser Ferdinand I. Schlaggenwald 1547 zur kaiserlich freien Bergstadt erhoben mit allen Rechten und Pflichten einer solchen. Zu gleicher Zeit verlieh er ihr ein neues Stadtwappen. Aus dem alten wurde die Pflugschar als Zeichen der Pfluge von Rabenstein entfernt und an ihre Stelle der schwarze Löwe von Plauen gesetzt. Dieses Wappen führt die Stadt noch heute.
Vinzenz Prökl, Stadt-Archivar in Eger schreibt in seiner Geschichte der königl. Bergstädte Schlaggenwald und Schönfeld im Jahre 1887 dazu: Schlaggenwald und Schönfeld erhielten mit Privilegien — beide datiert Prag am 1. September 1547 — das Recht zur Führung eines neuen Stadtwappens und Befugniss, mit rothem Wachs siegeln zu dürfen. Kaiser Ferdinand confirmirt mit Diplom vom 26. September 1547 alle alten Stadtprivilegien und Handvesten der Stadt Schlaggenwald und verlieh den Schlaggenwaldern verschiedene neue Rechte.
Dieses für die Ortsgeschichte so wichtige Dokument folgt hier wörtlich: Den ganzen Inhalt will ich nicht abschreiben, denn da würde ich den halben Heimatbrief brauchen; also nur das unser Wappen betreffende. Manchmal etwas schwer verständlich, denn es ist Amtsdeutsch aus dem Jahre 1547.
Unss Unsser Erben und Nachkumben den Königen zu Böheimb wohl thuen Kunden sollen und muegen gnädiglich begnaden, geniesslich endtpfunden sich der freyen geniessen und gebrauchen mögen, haben Wir mit gutter Vorbetrachtung wohl bedachten mueth
Zeitigen Unsserer edlen Räthe des Künig Reichs Böheimb vorgehabten Rath und rechten wissen genannten Bürgermeister, Rathmannen undt gantzer gemeinde ernennten Unsserer Stadt Schlaggenwald und aller ihrer Nachkumben diess hernach geschrieben Wappen und Kleinot mit nahmen. Ein Schildt in vier Quartierungs weiss abgetheilet, dass Erst oder hinunter grün, darinnen Creitz weiss über einander geschränkt ein Hammer und Ein satzeyssen mit gelben stiehlen, endzwischen densselben gerad herab erscheinend ein gelber rechen ihre stil unter sich kehrend, das ander oder ober Viertteil über zwergs in zween Theil gleich getheilet, dass unter weiss oder Silber Farb und Obertheil Roth oder Rubinfarbin derselben gantzen Veltung über sich fürwerts undt zum Klummen geschickt erscheinen Lev nach desselben vier theils Farben abgewechselt nemblich im weissen Rot, und Rothen Theil weiss mit zuruck aufgeworfenen doppelten Schwantz, tragend auf seinem Kopf eine gelbe oder goldfarbene Cron, dass dritt oder uorder unten gelb oder gold Farb, darinnen ein schwarzer Löv gegen den hintern obern Ek sich kehrend zu klimmen geschickt geiffende maul, rother ausgeschlagener Zungen und über sich geworfenen Schwantz und das Viert hinter oder über zwergss inn drei gleich theil abgetheilt, dass hinter und vorder weiss oder silber, und mitter Roth oder Rubinfarb; alsdann die diesselben Wappen und Cleynot in mitte diess Unseres Königlichen Brieffs gemahlet und mit Farben aigentlich aussgestrichen seyn von neuem gnädiglich gegeben und verliehen. Geben und Verleihen ihnen solches hiemit aus Römischer Königlicher Macht auch als Regierender Böhmischer König vollkommen wissentlich inn Kraft diess Brieffs Maynen setzen und wollen dass berührte Bürgermeister Rathmannen und Gemeinde ernennter Unser Stadt Schlaggenwald und alle ihre Nachkumben jetzt auch nun und hinfüran zu ewigen Zeiten die bestimmte Wappen Cleynot und Schilt in allen und jeglichen redlichen und ehrlichen zur schimpf und ernst auch zu Kriegen an ihren Panniren und gezelten, und besonders zu ihrem gemeinen Innsigel mit einer umbschrift: S. Senatus Populi que civitatis Slagkenwalden gebrauchen sollen und miegen, und dass solch Innsiegel nun und in ewigkeit uon Männiglich Autenticum und glaubwürdig geacht, gehalten, auch in allen brieffen und Instrumenten so darunter Ehrbarlich und aufrecht verfertigt vollzogen und aussgeen, uollkümblich Statt und glauben soll gegeben werden; — — usw.
Sua dös is a Auszuch ass dean königlichen Bröif, schauts öitza wöid's ös mit dean Amtsdeitsch vua 400 Gouarn zarecht kummts, miar san ban Oschreibn alle meine Toudsündn ei(n)gfalln. Wöi mou äiarsch damåls sua ran arme Schreiwa za Mout gwest sei, wenn er hout möihn mit a ran Federkühl setta Littaneien schreibm. Ka Wunna wenn ma döi als zaunogldürra Mannle aff altn Büldern doargstellt siaht. Dou is mia(r) mei alte Klapperkasten denna löiwa.
Machts gout!
Enka Steinwasser Albin
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