Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 149
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Liebe Landsleute!
Liebe Landsleute!

Auf den im HB veröffentlichten Brief des Landsm. Rohm, aus dem ehem. Gfell, gingen zahlreiche Bemerkungen ein. Nun, noch bin ich nicht bereit die Herausgabe des HB einzustellen, weil ein uneinsichtiger HB-Bezieher darauf warten sollte. Ich bedauere es sehr, wenn einer so plötzlich den dünnen Faden, der ihn noch mit der alten Heimat und den dort wohnhaft gewesenen Landsleuten verbindet, plötzlich zerreißt, weil er glaubt, mich dadurch schädigen zu können. Ich wäre im Grunde sehr froh, wenn ein anderer mir die Last, die mit der Herausgabe des Heimatbriefes verbunden ist, abnehmen würde. Aber die vielen Zuschriften und die Spenden beweisen mir, daß der jetzige HB bei den Lesern ankommt, was mich ganz besonders freut und mir neuen Auftrieb gibt. Die schönen Beiträge von Fr. Walter, Fr. Kempf, Herrn Jakob und die Gedichte von Fr. Erler werden sehr gelobt und ich danke herzlich für die Unterstützung. Ich selbst wünsche, daß es möglich sein soll, noch recht lange den Schlaggenwalder Heimatbrief den Landsleuten zustellen zu können, auch wenn ich es nicht mehr könnte. Dieses kleine Heftchen verbindet uns doch noch alle.

Unser Gedenken an die Kirwa kann in diesem Jahr von keiner größeren Gemeinschaft begangen werden. Wer denkt nicht gerne an das letzte Heimattreffen vor einem Jahr in Auerbach. Wie gut hat uns das der Kirwakuchen geschmeckt, den unser Landsmann Rippl in Pegnitz gestiftet hatte. Es wird noch ein schönes Weilchen vergehen bis wieder so eine Zusammenkunft in der Patenstadt zustande kommen kann. Geplant ist es erst zur 25jährigen Patenschaftsübernahme 1981. Wie liegt das noch in so weiter Ferne. Viele Landsleute werden es dann nicht mehr sein können, die sich auf den Weg dorthin machen werden. Wenn wir die im letzten Jahr Verstorbenen aus unseren Reihen betrachten, so ist mancher dabei, der nie gefehlt hat, wenn zu einem Heimattreffen eingeladen war. 31 Jahre nach Verlassen der Heimat hinterlassen tiefe Risse, und die Lücken füllen sich nicht mehr. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß es vorkommen kann, daß ein Bezieher eine Zahlkarte vorfindet, obwohl er bereits die Gebühr entrichtet hat. Es liegt dann halt ein Versehen vor. Man sollte es aber unterlassen in einer Weise zu reklamieren, aus der man schließen muß, als ob ich mich an der nochmaligen Forderung bereichern wolle. Auch über die fehlerhafte Buchhaltung sollte man schweigen, denn ich kann mit keinen Buchhalter leisten. Meine Frau sitzt viele Stunden und muß jeden Post- oder Bankabschnitt bearbeiten und tut es für die Landsleute umsonst, obwohl sie gar keine Schlaggenwalderin ist. Bedenkt einmal wie oft die Löhne in den letzten Jahren gestiegen sind. Auch die Kosten für das Papier blieben nicht dahinter zurück. Somit sind die Druckkosten enorm gestiegen. Nur der Spendefreudigkeit unserer Landsleute ist es zu danken, daß der HB zu dem jetzigen Preis noch zum Versand gelangen kann. Die Postgebühren sind um 100 % gestiegen. Ein Verdienst bleibt nicht. Ich habe mich damals aus ideellen Gründen bereitgefunden nach R. Marteres Ableben die Herausgabe des HB zu übernehmen. Leider stellte sich bisher kein anderer mehr zur Verfügung.

In der letzten Zeit ist es möglich gewesen den Heimatbrief mit vielen Bildern aus unserer Heimat auszugestalten. Diese rufen bestimmt schöne Erinnerungen in unser Bewußtsein. Es war nur möglich, weil ein Landsmann aus Schlaggenwald diese fast kostenlos herstellt. An dieser Stelle möchte ich diesem Landsmann im Namen aller Bezieher ein herzliches „Dankeschön" sagen. Seinen Namen will er nicht genannt haben. Ich bitte nur, daß er auch weiterhin für uns schöne Erinnerungen im Bild spenden möchte.

Richard Brummeissl

Unser Heimatbrief ist die letzte Brücke zur alten Heimat. Darum, Landsleute, werbt neue Bezieher!

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