Wir Sudetendeutschen haben in unserer an die Vereinten Nationen und deren Menschenrechtskommission gerichteten Petition die Zuerkennung des Selbstbestimmungsrechts als einen Teil unserer Menschenrechte gefordert. Wir haben nicht mehr verlangt, als z. B. die Vollversammlung der Vereinten Nationen im November 1974 durch eine Resolution den Palästinensern zuerkannte.
Der 4. März 1919 ist deshalb für uns immer noch aktuell. Wenn also unsere Landsleute zusammenkommen, um dieses Tages zu gedenken, dann ist das keine historische Reminiszenz, sondern gegenwarts- und zukunftsbezogen. Recht muß Recht bleiben, auch wenn es 1919 durch die Schüsse in den sudetendeutschen Städten und 1945 durch die verbrecherische Vertreibung unserer Volksgruppe verletzt wurde. Ihm zur Durchsetzung zu verhelfen, bleibt eine Aufgabe, die uns für heute, morgen und übermorgen gestellt ist. Sie gibt auch der Organisation unserer Volksgruppe, der Sudetendeutschen Landsmannschaft ihren Sinn.
Ein guter Rat
Hilf einmal am Tag einem Alten,
hilf einmal am Tag einem Kind,
sag einmal am Tag einer Mutter
wie gut ihre Hände sind!
Grüß einmal auch den, der einsam,
den niemals ein andrer grüßt,
und zeig ihm in deinen Augen,
daß Du seine Schwester (Bruder) bist!
M. Kuhn (November 1976)
Vergiß nicht auch einmal zu singen —
es muß keine Oper sein —
nur so, daß die anderen hören,
man kann auch mal fröhlich sein!
Und schick Deinen Blick nach oben.
Er hat Dein Los in der Hand.
Weiß mehr von Dir als Du selber
wie keiner im ganzen Land!
Sind diese Ratschläge teuer?
Sie kosten nicht Gut und nicht Geld!
Bedenk', tät' jeder sie ehren,
wie herrlich wäre doch die Welt!
[obr] Poschitzau b. Schlaggenwald: Karl Hubl's Gasthaus — altbekannte Ausflugs-Gaststätte
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