Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 147
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Sudetoněmecký sjezd 1977 ve Vídni

Sudetendeutscher Tag 1977 in Wien

Von Dieter Max, Geschäftsführer des Sudetendeutschen Tages

Alle Anzeichen sprechen dafür, daß der diesjährige Sudetendeutsche Tag, der vom 28. bis 30. Mai in Wien stattfindet, alle Erwartungen hinsichtlich der Teilnahme aus der Bundesrepublik übertrifft und zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden wird. Veranstalter wird diesmal nicht unser SL-Bundesverband sein, sondern der Bundesverband der SL in Österreich. Bundesobmann Dr. Emil Schembera und sein Mitarbeiterstab haben sich selbst mit der Einladung, die sie ausgesprochen haben, eine schwere Aufgabe gestellt, die uns zur tatkräftigen Mithilfe verpflichtet. Jeder Sudetendeutsche Tag mit seinen Hunderttausenden Teilnehmern stellt eine organisatorische Meisterleistung dar, an der Hunderte von Amtsträgern in allen Gliederungsebenen beteiligt sind und die in der Öffentlichkeit immer wieder große Bewunderung hervorruft. Obwohl sich der allgemeine Programmablauf in Wien kaum von den Sudetendeutschen Tagen in der Bundesrepublik unterscheidet, wird das große Volksgruppentreffen dennoch in Wien ein eigenes Gepräge haben. Zu einem Sudetendeutschen Tag in Stuttgart, Nürnberg oder München reist ein Großteil der Teilnehmer am frühen Sonntagmorgen an und fährt am Abend wieder zurück. In diesem Jahr werden unsere Landsleute mehrere Tage hindurch das Stadtbild von Wien beherrschen. Die Unterbringung dieser Menschenmassen stellt tatsächlich eines der schwierigsten Probleme dar. Die einzelnen Reisegruppen haben schon jetzt in einem Umkreis bis 50, ja sogar bis nahezu 100 km ihre Quartiere belegt, so daß wir nicht nur am Pfingstsonntag, sondern Tage vor und nachher ganze Völkerwanderungen nach Wien erleben werden. Das große Heimattreffen wird im Messegelände beim Wiener Prater stattfinden, wo uns zehn große Messehallen zur Verfügung stehen. Die Umgebung des Messegeländes wird in einen riesigen Omnibusbahnhof verwandelt, wo jeder Omnibus einen Standplatz erhält, damit die tägliche An- und Abreise reibungslos erfolgen kann. Gerade auf diesem Gebiet werden uns die Erfahrungen, die wir im Vorjahr in Stuttgart sammeln konnten, gute Dienste leisten. Weil sich bereits am Samstag Zehntausende von Sudetendeutschen in Wien aufhalten werden, bereiten wir in der Wiener Stadthalle, die 12.000 Menschen faßt, einen großen Volkstumsabend vor, der von über 500 Mitwirkenden gestaltet wird. Obwohl wir bisher nicht einmal noch die Eintrittspreise berechnen konnten, ist bereits jetzt die Nachfrage nach Eintrittskarten groß. Höhepunkt des Sudetendeutschen Tages wird wieder die Kundgebung sein, die am Sonntagvormittag, genau wie 1959, am Heldenplatz vor der Wiener Hofburg stattfinden wird. Um 9.00 Uhr findet am selben Platz der große katholische Gottesdienst statt. Das Programm des Sudetendeutschen Tages wird durch zahlreiche Rahmenveranstaltungen ergänzt, über die wir im Laufe der nächsten Wochen noch ausführlich berichten werden. Selbstverständlich werden unsere Landsleute in Österreich bei der Durchführung des Sudetendeutschen Tages von unseren bewährten Mitarbeitern aus der Bundesrepublik bei der technischen und organisatorischen Abwicklung unterstützt. Ein erfolgreicher und reibungsloser Ablauf ist aber nur dann gesichert, wenn wir uns gerade bei diesem Sudetendeutschen Tag auf die tatkräftige Mitarbeit aller Amtsträger in den Gliederungen verlassen können und wenn sich alle Teilnehmer bemühen, möglichst alle Hinweise auch zu befolgen. Wer glaubt, in Wien überall eigene Wege gehen zu müssen, wird nicht nur selbst in Schwierigkeiten geraten, sondern ruft durch sein Verhalten wahrscheinlich organisatorische Schwierigkeiten hervor, durch die dann mit Sicherheit viele Teilnehmer in Mitleidenschaft gezogen werden. Obwohl die Vorbereitungen des diesjährigen Sudetendeutschen Tages bereits unmittelbar nach Abschluß des Sudetendeutschen Tages in Stuttgart angelaufen sind, sind viele Einzelprobleme zur Stunde noch ungeklärt. Viele Wiener Gesprächspartner (Behörden, Geschäftsleute usw.) können sich den Ablauf des Sudetendeutschen Tages überhaupt nicht vorstellen. Sie halten es für unmöglich, daß Hunderttausende von Sudetendeutschen zu einem Heimattreffen aus der Bundesrepublik nach Wien kommen, und es sind oft langwierige Gespräche notwendig, um die notwendigen Regelungen zu treffen. Weil wir unsere Gliederungen in der nächsten Zeit laufend über den neuesten

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