Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 146
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20 let partnerství Auerbach – Horní Slavkov (Schlaggenwald)

20 Jahre Patenschaft Auerbach – Schlaggenwald

Patenschaftsfeier am 11./12. 9. 1976

Voll freudiger Erwartung sehnte ich schon den Tag meiner Abreise nach Auerbach herbei. Endlich ist es so weit. Samstagmorgens bestieg ich um 7.30 Uhr in Weilburg/Lahn (Hessen) den Zug, der mich meinem Ziel näher brachte. Kurzer Aufenthalt in Gießen und umsteigen Richtung Frankfurt. Dort wiederum umsteigen Richtung Nürnberg. Bereits in Nürnberg am Bahnsteig sah ich mich um, ob ich nicht irgendwo ein bekanntes Gesicht erblicke, aber leider nein. Erst in Pegnitz traf ich Wirlitsch Hilde (Fleischer), die aus dem Rheingau angereist war. Nach kurzem Aufenthalt brachte uns ein Omnibus in unsere Patenstadt Auerbach.

Je mehr wir uns Auerbach näherten, um so größer wurde die Spannung: „Wen wirst du treffen?" Schon bei der Anfahrt auf dem Marktplatz erblickte ich verschiedene Bekannte und meine Freude, daß ich dabei sein kann, war riesengroß. Nach kurzem Aufenthalt im Hotel „Goldener Löwe", wo viele Quartier genommen hatten, begaben wir uns auf den Marktplatz, um mit den übrigen auf weitere Ankommende zu warten. Immer wieder konnten wir neu angekommene Landsleute begrüßen. So ist nun an diesem Samstag-Nachmittag alle Wiedersehensfreude und alles Sichwiederfinden voll im Gange. Man konnte Freunde, Nachbarn und Schulkameraden begrüßen und das Fragen und Erzählen nahm kein Ende. Frau Kabicher (Herzog) und Frau Sattek (Hanika Frieda) waren sogar aus Österreich zu unserem Treffen angereist.

Ein kleiner Spaziergang mit meiner Schulfreundin Stark Fanni führt uns u.a. auch auf den Auerbacher Friedhof, wo wir die Gräber der verstorbenen Schlaggenwalder besuchten und im stillen Gedenken dort verweilten. Wie viele sind es inzwischen schon geworden, die fern von unserem geliebten Schlaggenwald dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Nun wurde es schon langsam Zeit, daß wir uns für den Festabend im „Goldenen Löwen" rüsteten. Inzwischen war eine große Zahl von Landsleuten eingetroffen. Der Saal war zum Bersten voll und immer wieder mußten Stühle herangeschafft werden. Und es waren noch viele, die im Saal keinen Platz mehr finden konnten.

[obr] Uns allen strahlte das „Herzlich willkommen" entgegen. Wir fühlten uns daheim und geborgen.

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