Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 146
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Setkání Auerbach–Horní Slavkov letos podvacáté

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obr] Der Gang zum Friedhof. — Eine erfreulich große Beteiligung

zugleich Initiator der Patenschaft, Anton Hofmann. In seiner bekannt humorigen Art begrüßte er den Herausgeber der Schlaggenwalder Heimatzeitung Richard Brummeisl, ohne den, wie er meinte, ein solches Treffen gar nicht möglich wäre. Der Aufruf zu dieser Zwanzigjahresfeier sei vom ebenfalls anwesenden Bürgermeister Emil Kreuzer gekommen, organisiert hätte das Treffen wie immer Toni Kunzmann, der gerade an diesem Tag seinen 72. Geburtstag feiere, also ein echtes Schlaggenwalder „Kirchweihkind" sei. denn die Kirchweih sei in der alten Heimat auch immer an diesem Wochenende gefeiert worden.

Hofmann begrüßte ferner stellvertretenden Landrat Erich Popp und die anwesenden Stadträte. Er bezeichnete das Einvernehmen zwischen den Auerbacher Bürgern und ihren Patenbürgern als sehr gut. Zwei alte Bergstädte seien hier zusammengekommen, und die vor 30 Jahren Vertriebenen hätten hier eine neue Heimat bekommen. Die Schlaggenwalder danken dies der Stadt und ihren Einwohnern.

Bürgermeister Emil Kreuzer erinnerte in seinen Grußworten daran, daß man zwar die zwanzigjährige Patenschaft feiere, sich aber ein Wermutstropfen in die Festesfreude mische, da die Patenschaft ja eigentlich aus traurigem Anlaß erfolgt sei, nämlich die Vertreibung aus der Heimat. Bürgermeister Hanni Haberberger verlas dann die damalige Bittschrift der Schlaggenwalder, worin betont wird, daß die beiden Städte sich nicht nur im Erzbergbau verwandt seien, sondern auch im Wesen ihrer Bürger, die in der schönen Stadt Auerbach nunmehr vereint seien. Man habe bei den Auerbachern allzeit herzliches Entgegenkommen gefunden und wolle die Freundschaft noch vertiefen. Unterzeichnet ist diese Bittschrift von Anton Hofmann, Anton Kunzmann, Wilhelm Neidhart und Adolf Michl. Auch der Stadtratsbeschluß, der noch unter dem damaligen Bürgermeister Finsterer zustandekam, wurde von Hanni Haberberger im Wortlaut verlesen.

Wie Bürgermeister Kreuzer anschließend fortfuhr, könne die Jugend gar nicht mehr begreifen, was es für ihre Eltern bedeutet hätte, plötzlich die Heimat verlassen zu müssen. Man sollte den jungen Leuten daher immer wieder klarmachen, daß ihr Elternhaus „dort drüben" gestanden habe und nicht freiwillig verlassen worden sei.

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