Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 144
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Biskup Jan Nepomuk Neumann: syn Šumavy a biskup ve Philadelphii

Bischof Johann Nepomuk Neumann: Böhmerwaldsohn und Bischof von Philadelphia

Aus Rom kommt gute Nachricht. Voraussichtlich wird noch im Jahre 1976 die Heiligsprechung unseres großen Landsmannes, Bischof Johann Nepomuk Neumann, sein, ein glückhafter Tag für die Katholiken Amerikas, für die heimatvertriebenen Katholiken des Sudetenlandes, besonders des Böhmerwaldes, und für die tschechischen Katholiken der alten Heimat.

Da die Seligsprechung Bischof Johann Nepomuk Neumanns schon 13 Jahre zurückliegt, seien hier die wichtigsten Lebensdaten in Erinnerung gebracht. Johann Nepomuk Neumann, geb. am Gründonnerstag, den 28. März 1811 in Prachatitz/Böhmerwald und am gleichen Tag in der dortigen St. Jakobskirche getauft.

Seine Eltern: der Strumpfwirker Philipp Neumann aus Obernburg in Bayern und die Bürgerstochter Agnes Lebisch aus Prachatitz. Orte seiner Ausbildung: die damals noch deutsche Bischofsstadt Budweis und Prag, die Hauptstadt des Königreiches Böhmen. Am 6. Juli 1835 verläßt er seine böhmische Heimat und wird am 25. Juni 1836 in der St. Patrickkirche in New York zum Priester geweiht. Am 16. 1. 1842 legt er die feierliche Profeß ab und wird Mitglied des Redemptoristen Ordens, er wird Stadtseelsorger, Volksmissionar und Ordensoberer. Am Passionssonntag, den 28. März 1852, wird er zum Bischof von Philadelphia geweiht, sein Wahlspruch: Passio Christi - coforta me: Leiden Christi stärke mich. Er wird Bischof und bleibt Redemptorist. Er ist angesehen im Kreis der amerikanischen Bischöfe, als Bischof seiner Diözese der große Seelsorger, fromme Beter und Schulgründer. Bei seinem Rombesuch 1854 ist er am 8. Dezember unter den Bischöfen und Kardinälen bei der feierlichen Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis. Seine Rückreise führte über Wien und Prag in seine Heimatstadt Prachatitz. Am 4. Februar 1855 kehrte der Böhmerwaldsohn, der kleine Redemptorist, der nicht Bischof werden wollte, in seine Vaterstadt zurück. Auf der Titelseite seines Albums, das man dem heimkehrenden Bischof überreichte, stehen die Worte: „Johann Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia, dem besten Sohne, dem Stolz und der Ehre seiner Vaterstadt widmen dieses Gedenkblatt zur Erinnerung an seine hocherfreuliche Wiederkehr an den Ort, wo seine Wiege stand, und zum Andenken an sein Scheiden als ein schwaches Zeichen ihrer Verehrung, die Bürger von Prachatitz."

Am 9. Februar 1855 verließ er seine Heimatstadt mit den Segensworten: „Gott segne dich mein liebes Prachatitz! Gott segne dich, meine Heimat! Gott segne dich, mein gutes Volk!" In seine Diözese Philadelphia zurückgekehrt, blieben ihm nur mehr 5 Jahre aufopfernden bischöflichen Wirkens, es war das Wirken eines frommen Redemptoristen und eines heiligen Bischofs. Am Vorabend des Dreikönigfestes am 5. Januar 1860 starb er erst 49 Jahre alt. Am 9. Januar bereitete ihm seine Bischofsstadt Philadelphia ein großes Begräbnis. In der St. Peterskirche, der Kirche seines Ordens in Philadelphia, fand er seine letzte Ruhestätte, von diesem Orte kann man sagen: Sein Grab wird glorreich sein.

Im Jahre 1921 wurde der erste Teil des Seligsprechungsprozesses über das Leben und die Tugenden des Gottesdieners abgeschlossen. Papst Benedikt XV. erklärte: „Johann Nepomuk Neumann hat die göttlichen und sittlichen Tugenden in einem wahrhaft heroischen Grade geübt und sein Leben kann allen Christen als Vorbild hingestellt werden." Am 13. November 1957 richteten 4 amerikanische Kardinäle und 167 Erzbischöfe und Bischöfe eine Bittschrift an den Heiligen Vater Papst Pius XII. um die Seligsprechung. Als Gründe für die Seligsprechung führten die Bischöfe, unter anderen Punkte an: 1. Sie wollen eine Pflicht des Dankes an die Missionare erfüllen, die ihre Heimat in Europa verlassen haben, um den Glauben in Amerika zu festigen. 2. Bischof Neumann ist in Böhmen geboren, in einem Land, das jetzt von der Kirchenverfolgung heimgesucht ist.

In Deutschland waren die beiden größten Botschafter der Seligsprechung Weihbischof Kindermann, Königstein und P. Augustin Reimann.

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