Not und Katastrophe. Das größere Wunder scheint mir aber das Wunder der Herzen zu sein, daß Menschen mit leidvollster Vergangenheit Hand und Herz allen entgegenhielten, die guten Willens sind.
Das Heilige Jahr wird wie jedes andere Jahr bald zu Ende gehen. Bleiben aber muß der Geist der Bereitschaft zu Friede und Versöhnung. Wir müssen beisammen bleiben, wir müssen wirken und beten, daß endlich wirklich werde, was wir in der Charta der Heimatvertriebenen vor 25 Jahren feierlich erklärt haben: „Wir rufen die Völker und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk, damit aus Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird." Darum wollen wir viel beten in diesen weihnachtlichen Tagen, denn was bisher den Politikern nicht gelungen ist, wird schließlich den Betern gelingen.
Gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr wünscht Euch auch im Namen seiner Mitbrüder
Prälat Dr. Karl Reiß,
Leiter des Sudetendeutschen Priesterwerkes
Porzellan aus Schlaggenwald
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