Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 142
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Komawogn – vůz s výbavou pro nevěstu

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ihre Kraxen trugen. Mit zwei Tragebändern über die Achseln waren diese Monstrum am Rücken festgehalten worden. Man konnte damit ganz schöne Lasten transportieren. Zwei solche Körbe gehörten in jedes Bauernhaus, ein weißer und ein gröberer, mit braun gebeizten Weiden hergestellter Korb. Der weiße diente als Einkaufsbuckelkorb, damit wurden nur die feinen Sachen transportiert. Der andere für grobe Lasten. Der weiße Korb hielt länger als eine Generation, denn er wurde sorgsam gepflegt.

Nun, auch diese Braut bekam die Buckelkörbe vollgepackt auf den Komawogn. Ganz zum Schluß wurden die Federbetten aufgepackt. Bis alles gut geschlichtet und auf dem Wagen verstaut war, war eine längere Zeit verstrichen. So manches verschwitzte Gesicht sah vom Wagen herunter, weil ja dauernd etwas gerückt und umgestellt werden mußte. Mir machte dieses Tun eine große Freude. Malte ich mir doch aus, auch einmal so einen reich ausgestatteten Komawogn gerichtet zu bekommen. Welches Kinderherz hätte sich bei diesem Anblick der vielen Kostbarkeiten nicht gewünscht, auch einmal auf so einem großen Komawogn sitzen zu können. Es war ja noch viele Jahre vor dem ersten Weltkrieg.

Als der gesamte Hausrat der Braut aufgeladen war, erging von der Brautmutter die Aufforderung, sich in die Stube zu begeben und dem Aufgetischten zuzusprechen. Kaffee und Kuchen gab es reichlich und für die Männer Schnaps und andere Getränke. Den Kuchen, der nicht aufgezehrt worden war, verpackten die Frauen in die eigens dafür mitgebrachten Handtaschen, die bei derartigen Anlässen stets mitgeführt wurden. Für Kinder, die dabei waren, wurden Zuckerln verteilt. Was ein Zuckerl war, dürften ja die Landsleute noch wissen. Allmählich kam Stimmung auf. Dann begann aber der Aufbruch. Mit Radau und Späßen wurde der Komawogn erklettert. Wer halbwegs ein Plätzchen finden konnte, bestieg ihn. Dann zogen ihn zwei Pferde, vom Brautvater gelenkt, zum Hoftor hinaus. Nun erklang der Reim:

Naus, Naus, aus Deines Vaters Haus!
Muß Dich jetzt ganz anders fügen,
Mußt gar oft Dein Kindlein wiegen,
Naus, naus, aus Deines Vaters Haus!

Die Braut sah ich an ihrem Kammerfenster stehen. Die Tränen liefen ihr über die Wangen. Vermutlich hatten sie die leeren Truhen und Schränke, die sie in allen Jahren ihrer Jungmädchenzeit umgaben, so traurig gestimmt. Aber auch der Gedanke nun endgültig von einem Lebensabschnitt Abschied nehmen zu müssen, den sie doch sorglos durchwandern konnte, dürfte mit ein Grund gewesen sein.

Nun rollte der Wagen dem Nachbardorf zu. Aber am Dorfende tauchten plötzlich mehrere Dorfburschen auf. Sie spannten ein breites Seidenband — die Farbe weiß ich nicht mehr — über den Weg und zwangen so den Wagen zum Halten. Der Bräutigam, der auch den Wagen mitbegleitete, mußte nun tief in die Tasche greifen und einen hübschen Patzen Wegzoll entrichten. Mit Gejohle und Juchzrufen gingen die Wegelagerer dann dem nächsten Wirtshaus zu. Dieses vom Bräutigam entlockte Geld wurde dann mit kräftigem Hochleben auf das Brautpaar vertrunken.

Unterdessen hatte der Wagen den Ort erreicht und hielt dort vor dem Hoftor an. Die Mutter der Braut stieg als erste vom Wagen

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