Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 141
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Naše posvícení!

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damals eben nicht jeder Feldbesitzer einen Kartoffelroder anschaffen. Die „Köihpritscher" — wie sie alle mit hervorgehaltener Hand genannt wurden — hatten keine so großen Felder, daß sich ein Maschinenpark gelohnt hätte. Somit ging es eben gemütlicher zu. Zeit spielte damals nicht so eine große Rolle wie heute. Man war zufrieden. Die Ansprüche waren nicht so hoch geschraubt, wie es im Wunderwirtschaftsland üblich ist. Mit geringen Einkommen kam man aus. Man half wo es erforderlich war und Hilfe gebraucht wurde. Es waren bescheidene aber glückliche Zeiten. Man war zufriedener.

Noch etwas unvergeßliches höre und sehe ich in der jetzigen Jahreszeit. Weit stehen die Stadeltore offen. Solche Gebäude gab es ja in unserem Ort mehrere, und ein Duft des reifen Korns drängt ins Freie.

Frauen stehen in der Tenne und winden das ausgesuchte lange Stroh zu Seiten. Eine Anzahl davon hängt schon an der ganzen Wand. In Reih und Glied sind die Drischeln an der Stadelwand aufgereiht. Da fallen von oben die Fruchtgarben herab. Schnell sind die Strohbänder von flinken Händen gelöst, und schon liegen die Ähren wie eine gewebte Matte auf dem Tennenboden. Nun wird in die Hände gespuckt. Vier, oft auch sechs Frauen nehmen ihre Drischeln und schlagen auf die Matte auf. Weithin kann man die Dreschtöne hören, wenn der Schlegel auf den harten Boden aufschlägt. Kein Klagelaut war zu hören. Von den schwitzigen Gesichtern ging immer ein freundlicher Blick in die Runde. Aber auch hier wurden fünf Stunden Schwerstarbeit geleistet. Ja, so war damals unsere Welt und unsere Heimat. Das bleibt unvergessen.

Jede Jahreszeit hatte ihren besonderen Reiz und ihre Eigentümlichkeit. Es werden keine Kartoffeln mehr im Kartoffelkrautfeuer gebraten, und es gibt keinen Dreschschlegelklang mehr zu hören.

R. Br.

Objednané pánské kalhoty

Die bestellte Herrenhose

Ein biederer Schlaggenwalder Handwerksmeister bestellte einst eine Herrenhose. Weil er aber darauf lange warten mußte, und ihm die Sache zu dumm wurde, wollte er etwas Dampf machen. Er sandte folgendes Schreiben:

Es ist schon eine lange Zeit vergangen,
und Du hast die Hose noch nicht angefangen.
Es ist auch eine dumme Sache
aus Altem Neues zu machen.
Doch kannst Du, wie allen Deinen Kunden,
rechnen Deine Arbeitsstunden.
Darum gehe freudigst dran
und denke, es gehört ja einem Landsmann.
Natürlich hast Du lauter solche Kunden zu betreuen,
kannst auch Deine Steuern nicht bezahlen.
D'rum sag mir nächstens frei in's Gesicht —
solche Arbeit mach' ich nicht.
Bin ich auch nicht reich,
aber zahlen tue ich gleich.
Du brauchst Dich deswegen nicht beeilen
und kannst Dir Deine Arbeit einteilen.
Bist Du soweit voran,
so schreib mir eine Karte dann.
Wird von den Sachen nichts daraus,
so nehm ich's wieder mit nach Haus'.

Nebenbei sei bemerkt, daß beide, der Schneidermeister und der Handwerksmeister, ihr Wort gehalten haben. Die Hose wurde geliefert und auch gleich bezahlt.

Hugo Prasse, Mühlacker

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