Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 141
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Od rudy k porcelánu – kapitola z dějin starého Horního Slavkova

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nisiert, so daß die Fabrikation mit Hochtouren aufgenommen wurde. Allmählich verschwanden dann auch die „roten Zahlen" in der Buchhaltung! Es ging wieder aufwärts — aber in eine andere Richtung. Die schweren Zeiten der Firma waren endgültig vorbei, jene harten Jahre, die mit der Weltwirtschaftskrise begonnen hatten. Damals — als die Firma schwer um ihre Existenz zu kämpfen hatte — übernahm Roman von Czjzek persönlich die Leitung des gesamten Unternehmens, das neben des Betriebes in Schlaggenwald noch den Zweigbetrieb in Chodau umfaßte. Ihm gelang es mit Ehrgeiz, viel Mühe und Schaffenskraft, trotz der widrigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse den Bestand der Firma zu sichern und sie erstens nicht in staatliche (sprich tschechische) Hände fallen zu lassen und zweitens vielen Schlaggenwaldern ihre Existenzgrundlage zu erhalten. Außerdem war Roman von Czjzek stest bemüht, den guten internationalen Ruf der Firma zu mehren, indem er stets trachtete künstlerisch wertvolles Porzellan herzustellen (Als besondere Spezialität der Firma galt das herrliche Kobaltgeschirr). Die künstlerische Produktion im Großen, von Roman von Czjzek eingeführt, wurde kontinuierlich fortgeführt und immer weiter durch hervorragende Künstler und Modelleure ausgebaut. In den letzten Jahren vor dem 2. Weltkrieg gelang es der Firma hervorragendes Kunstporzellan, wie Figuren und Vasen, mit schweren Gold- und Platinverzierungen auf den Weltmarkt zu bringen.

Nur einige Beispiele aus der mannigfaltigen Auswahl: Die Figur „Salome", entworfen von Kunstmaler Emil Stefan, fand reißenden Absatz. Besonders beliebt und gefragt war das „Meißner Bouqet" — Rosen, Handmalerei, an dem auch die alten Schlaggenwalder Porzellanmaler einen großen Verdienst hatten. In dieser Hinsicht waren diese alten „Porzelliener" reine Künstler.

Ich wollte mit diesem kurzen Aufriß aus der Geschichte beweisen, daß unsere Heimatstadt Schlaggenwald schon seit Jahrhunderten weltweit bekannt und geschätzt war. Auch die Porzellanfabrik Sommer & Matschak in Schlaggenwald hatte diese Prüfung gut überstanden und gab der Bevölkerung Arbeit und Brot. Nicht nur durch die Arbeitskraft ihrer Bürger, sondern durch das Durchhaltevermögen und die künstlerische Kraft der arbeitenden Bevölkerung aus der ganzen Umgebung von Schlaggenwald war dies möglich geworden.

Mein Bericht soll auch gleichzeitig als Erinnerungshilfe für alle Schlaggenwalder dienen, die sich an die guten und schweren Zeiten, die ich geschildert habe, erinnern können.

Wilhelm Neidhart, Auerbach/Opf.

Vyhnaná selka

Vertriebene Bäuerin

Es ist nicht viel, was man mir nahm:
Ein kleines Haus am Dorfesrand,
Ein Feld, auf dem mein Korn noch stand,
Als jene Stunde kam.

Es ist nicht viel, was drüben blieb:
Ein Blumengarten an dem Bach,
Ein Pflug, der meine Scholle brach,
Von der man mich vertrieb.

Es ist nicht viel, was dort zerfällt:
Ein kleines Haus am Dorfesrand,
Ein Feld, auf dem mein Korn einst stand —
Und eine ganze Welt.

Rainer Krieglstein

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