Eine erfreuliche Zuschrift
des Landsmannes J. Floßmann, Oberlehrer i.R.,
8461 Klardorf, den 4. 4. 1975
Lieber Landsmann Brummeissl!
Vielen Dank für die übersandten HB, über die ich mich recht freute. Ich habe diese ziemlich genau durchstudiert mit großem Interesse. Es wird einem dabei so eigen, wenn einem heimatliche Luft daraus anweht. Meine Heimat ist ja Metzling, zwischen Bischofteinitz und Ronsperg im Böhmerwaldvorland gelegen; da ich aber seit 1932 in Schlaggenwald und Umgebung lebte, ist mir die dortige Gegend zur zweiten Heimat geworden. Im lieben Schlaggenwald fühlte ich mich wie in einer großen Familie. Dazu trug auch das Musizieren bei mit den Kollegen Neidhart Hans, Gerstner, Fischer, Ehepaar Gebauer, Ernestine Müller, weiters Ehepaar Reif (Apotheker), Reif Oskar mit Sohn (Leßnitzgasse), Lugner, Endisch sowie 2 Posaunisten (einer aus Poschetzau, der andere wohnte gegenüber der Apotheke) und einem Schlagzeuger; die Namen der letzteren 3 sind mir entfallen. Es war ein ganz hübsches Salonorchester. Ich erinnere mich seiner sehr gern und habe es stets mit Freuden dirigiert. Falls Sie diesem irgendwie Grüße von mir zukommen lassen können, tun Sie das bitte.
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obr] Aufgang vom Gänsdörfel zur Peint
unarn Kirchnsprengl ghäiart u sua san die Töppeleser in Schlaggewal tafft u a begrobn wuardn. Ghaiert håbm sie fei a in unara Kirchn. Ba uns woar hålt niat in jedn Durf a Kirchn, owa war als mit Glaubn u Kirchn vawåchsn. Wenn a de Wech nuch sua´ weit woar, za da Mettn san sa mit'n Låternan durchn Schnäi gwootn kumma. Dös nua sua nebenbei.
Öitza weita an Berch nauf. As schlechtesta Stückl woar sua beiläifich in da Mitt, dou hout ma möin manchmål springa, wal da Regn richtiche Grabn ausgwaschn hout. Wenn ma dean Berch fåst uabn woar, donn woar links a groußa, murdsmächticha Baum. Duart haut ma sich amål sua richtich ausghäscht. Es woarn allewal a 150 Meter Häichnunterschied u döi håut ma schu aff da Pußte gspürt. Ma haut sich amål ümdraht u nuntagschaut ins Tool u sich im Schåttn va dean uråltn Baumriesn a wing ausgrouht. Es woar a Köifiahrl, owa mia habm a nuch onarscht gsagt, ich zabrich ma an Kuapf u trotzdem föllt mas nimma ei.
Gestern, in Nürnberch, am Sudetendeitschn Tooch, hob ich an Franz gfröigt: „Du soch ma amål, wöi habm miar za dean Baum dåmals nuch gsagt?" Wos maants wos mia dear Schlankl za Åntwurt gebn haut? „Wöi ma za dean Baum nuch gsågt habm, dou kua ich mich ban bestn Wülln nimma darinnern, ich was nua, daß ich unta dean Baum öfta die Luis gschmåtzt ho". Ja, wenn dea Baum häit dazühln kinna. Wos mooch dea schu als gseah hobm? Vül Fraad owa a vül Leid, Nout u Elend. Romane möißt er dazühln kinna, owa er bleibt stumm. Er, der Herr van Berch. Sein Ståmm håbm zwa Manner niat ümspånna kinna u Äst håut er ghatt, wöi onara Bäima sua stårk. Wos haut döi mächtiche Krone grauscht, wenn da Wind gonga is, a Symphonie des Allmächtigen. Sollt er nuch stöih?
Mia habm uns ausgrouht u wolln wieda weitegöih; es san nur mäia a paar Schritt u mia san uabn u dou möin ma uns schu wieda amål ümdrahn. Dös Panorama is zu schöi. Üwan Tüapltol drübn siaht ma Lahmgroubn, Troussa, weita hintn links davua Englhaus us Duppauer Berchland. Is kloars Wetter kou ma a es Erzgebirch seah.
Wenn ma uns sootgschaut habm, gänga ma a paar Schritt weita u mia san ban Toutnbrünnla, dahinta kinnt da Leichenwech raus. Ma mouß sich ja wunnarn, daß duart uabn Wåsser gitt.
Weiter gäihts, rechts i a Abhang und links üwarn Löißntztool kröicht u keicht unna Bahnl gegn Löißnitz nauf. Dånn kumma schu zan zweitn Marterle. Öitza wiads üabn, rechts drübn üwa de Gfellerstrauß as Sandwirtshaus u die Haad mitn Buchn, u vua uns taucht a schu der Krudum mit Spitzberch auf. In Winta, wenns sua richtich gschneit u gwaht haut u finza woar, daß ma die Händ vuarn Auchan niat gseah hout, dou is ma fei leicht van Wech okumma u mia is selwa amål passiert, daß ich aff amal aff de Gfeller Strouß gståndn bi(n). Da Krudum wiad allewal awing höicha u öitza taucht a schu die Spitz va unara Kirchn u da Glocketurm auf. Nouchn Wech zan Windhuaf niewa gäihts langsam owa sicha toolei. Mia seahn schu an Putznhuaf, an Schödlhuaf, allewal möia taucht va Schlaggewal auf u kaum habm mas letzte Marterl hinter uns san schu die vöia Stadl dou. Va Wind u Wetta die Balkn schwårzbraun, a bissl windschief owa sie stänga. Wer öitza in die üawara Löissntzgåß, am Gaunitz, die Seifartsgröi oder aff die Üawara Gåß, der mou nuch vuarn Stadln links durch die Fölla am 1. Teich zou göih. Die Saifartsgröina üwarn Glockeberch u die Üawarngassner durchs Seidlgassl, Malzmühldåmm. Die onarn gänge uarn Stadln vuabei durchs Grießgassl runta durchs Krausnsalergassl oder rechts van Kolbbäck vuarbei am Åltnmark u dou weiter.
Ich woar ja as letztemal 1943 daham, owa wöi ma as dean Fotografien siaht, habm sa vül Haisa wegrissn u manchera wiad nua mäia sogn kinna, dou woar amål unna Haus gstondn.
Dös waars wieda amal füar heint u ös Falenzer schreibts a ramål wos. Der Richard täts bestimmt gfrahn.
Enka Steinwasser Albin
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