Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 140
/ 28
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 2
Setkání v Auerbachu

Begegnung in Auerbach

Wieder soll es ein frohes Wiedersehen für die Landsleute unseres ehemaligen Kirchsprengels in unserer Patenstadt Auerbach geben. Ich bitte alle Landsleute, unserer Patenstadt zu beweisen, welche Treue wir unserer alten Heimat bewahrt haben. Immer war dieser Tag unseres gemeinsamen Treffens — ganz gleich ob Auerbach oder Goldbach — ein festliches Ereignis. Dieses Mal sollten wir bedenken, es könnte das letzte Treffen mit guten Freunden und Bekannten sein.

Es ist nicht leicht so eine Veranstaltung auszurichten. Es bedarf wohl nicht des Hinweises, daß 30 Jahre große Lücken in unsere Gemeinschaft geschlagen haben. Bei der Rückschau wird es uns bewußt, wie hoch unsere Verluste sind. Gewiß, es ist für alle ein großes Opfer — ob Einladende oder Eingeladene. Die ersteren haben mit der Ausgestaltung und Beschaffung der Räumlichkeiten zu tun und die anderen einen beschwerlichen Reiseweg zu bewältigen. Dafür werden wir durch die Freude des Wiedersehens entschädigt und durch das Verweilen dürfen wir guten Freunden und Bekannten, in vertraute Gesichter blicken. Das läßt uns alle Beschwernisse leicht überwinden.

Heute ist es nicht mehr so schwierig unsere etwas abgelegene Patenstadt zu erreichen, wie es noch vor 20 Jahren war. Fast alle jüngeren Landsleute sind im Besitze eines fahrbaren Untersatzes. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut. Wenn uns der Wettergott auch etwas gut gesinnt ist, was er ja fast immer bei unseren Treffen bewies, dürfte es ein gelungenes Wiedersehen werden, an das wir dann noch lange zurückdenken.

Toni Kunzmann hat ein kleines Programm zusammengestellt. Wir baten ihn eine kleine Musikgruppe zu beschaffen, damit wir unsere Unterhaltung mit den Freunden etwas aufgelockerter gestalten können. Schallplatten und Tonbänder hat ja heute jeder im Haus. Ich denke daran, wie festlich es in Goldbach vor zwei Jahren war, wo uns die Dachauer Musikkapelle so munter aufgespielt hat. Vorträge brauchen wir keine. Dazu reicht unsere Aufmerksamkeit nicht. Wir haben uns selbst genug zu berichten. Sind es doch für manche Landsleute viele Jahre her, wo sie sich begegnet sind. Kommt bitte alle! Ich bewundere immer unsere Landsleute aus dem einstigen Schlaggenwald mit den umgebenden Ortschaften. Immer sind sie zahlreich anwesend. Nürnberg hatte es wieder gezeigt. Ich möchte ihnen allen an dieser Stelle meinen Dank sagen, für die Treue, die sie für die alte Heimat noch empfinden und ihre Treue dem Heimatbrief bewahren.

Unser Kunzmann Toni kann für 10 Frauen eine günstige Übernachtungsmöglichkeit besorgen. Sollten sich dafür Interessentinnen finden, bitte schreibt ihm. Adresse: A. K., 8572 Auerbach, Enge Gasse 3. Bitte nur Frauen. Männer sind dort ausgeschlossen.

Sollten einige Landsleute eine Egerländer Tracht besitzen, so wird gebeten, diese zum Friedhofsgang anzuziehen. Außerdem wird ein kräftiger Landsmann benötigt, der unsere Fahne (Schlaggenwalder Gmöifahne) durch die Stadt zum Friedhof in Tracht tragen möchte.

Der 1. Bürgermeister, Herr Kreuzer in Auerbach, übermittelt an uns alle Grüße und erwartet einen zahlreichen Besuch seiner Patenkinder.

Richard Brummeissl

Zur Information:

Das 1. Schlaggenwalder Treffen in Auerbach fand ebenfalls am 2. und 3. August (1952) statt.

list 2 z 28
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.