Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 140
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Vzpomínka na dětství

Kindheitserinnerung

Jubelt weiter nur ihr lieblichen Stimmen
in sommerstiller Waldeinsamkeit.
Du großer Pan führ' sanft mein Sinnen
und Träumen in die Vergangenheit.

Steigt auf in mir ihr Bilder
aus verklärten Kindheitstagen.
Umwebt das Gemüt mir milder
als Märchen es tun und Sagen.

Du altes, liebes Tal der Flut.
Im grünen Grunde deines Schoßes
seh' ich in flimmernder Mittagsglut
ein uraltes Haus, ein großes.

Eine Allee alter Linden
führt hin zu seinem Tor.
Seele, hier wirst Du Labung finden,
raunen sie mir ins Ohr.

Und wahrhaft, es ist wie damals
in längst verklungenen Zeiten.
Wo Fortuna nichts als
Glück und Wonne schenkt' uns beiden.

Die alte Uhr, sie tickt so traut,
in Großmütterchens Stübchen.
Und Großmutters Auge so gütig schaut,
ihr Mund singt mir ein Wiegenliedchen.

Wenn Großmutter mich so eingesungen,
mit einer alten Weise,
da rauscht dazu der alte Brunnen
verträumt und leise.

Manch Märchen erlauscht ich aus ihrem Mund,
manch längst verklungene Legende.
Welch' tiefe Welt gab sie mir kund.
Dabei hielt ich ihre lieben Hände.

Doch längst versunken ist dieses Glück.
Gott deckte es mit grünen Matten zu.
Doch ewig strahlt mir ihr gütiger Blick
herüber aus himmlischer Ruh.

Wand're ich heut' im vertrauten Tal der Meinen,
in stiller Abendstund'.
Da möcht' ich weinen, nichts als weinen,
aus tiefstem Herzensgrund.

Denn wie damals raunt in den alten Bäumen
ein zärtlicher Sommerwind,
und es durchwebt mich ein weltfernes Träumen,
als wär' ich wieder Kind.

Josef Putz, Dachau

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