Nachrufe und Todesanzeigen
Nachruf der Egerländer Gmoi z Kahl am Main
für unseren Gfeller Landsmann Josef Fischer, der sich um das Gmoiwesen besonders verdient gemacht hat. Landsmann Fischer hat durch seine Bescheidenheit ein hohes Ansehen in Kahl genossen. Die Lücke, die er hinterläßt, wird nicht mehr zu schließen sein.
„Mit großer Betrübnis stehen wir am offenen Grabe unseres Kulturwartes und Ehrenvetters und nehmen Abschied von einem treuen Heimatfreund und aktiven Mitglied unserer Gmoi. Sein Handeln und Tun galt nur dem Wohle seiner Familie in der Fremde und den Vertriebenen aus ihrer Heimat zu helfen. Durch seine vorbildliche bescheidene Art war er für viele ein Halt in der großen Notzeit. Die vielen Trauergäste aus nah und fern, die an der Beisetzungsfeierlichkeit teilnahmen, beweisen Hochachtung und die Beliebtheit, die er genoß. Für unsere Gemeinschaft ist er ein unersetzlicher Verlust. Möge ihm die Melodie des „Feierobnd-Liedes" und die Handvoll Heimaterde die Ruhe in der ewigen Heimat erleichtern.
Vetter Fischer war ein tatkräftiger und fleißiger Mensch. Seine Zuverlässigkeit hat ihn schon in jungen Jahren zu leitenden Positionen geführt. Vom kaufmännischen Lehrling in der böhmischen Glasindustrie bis zum kaufmännischen Direktor führte ihn sein Fleiß.
Als Deutscher des Böhmerlandes gehörte er dem Deutschen Kulturverband und dem Bund der Deutschen an. Trotz der hohen Stellung hat er nie geleugnet wessen Volkes er entstammte. Die Treue zu seinem Egerland wurde nach Kriegsende 1945 mit einer unsagbaren Grausamkeit von seiten der Prager Tschechen geahndet. Zum Tode verurteilt, aber durch besondere Umstände davor bewahrt, gelang es ihm nach Gfell zu kommen und von dort aus gemeinsam mit seiner lieben Mutter auszusiedeln. So kam er in den Kahlgrund. Sofort nahm er eine Tätigkeit auf und suchte seine Familie zu finden. 1958 erbaute er in Kahl a. M. ein Eigenheim. Seine Erfahrung und sein Wissen haben das Gmoileben der Egerländer in Kahl sehr befruchtet. Die Egerländer Gmoi z' Kahl am Main wird ihm stets ein dankbares Gedenken bewahren.
Nach langer schwerer Krankheit starb am 24. Februar 1975 Frau
Elsa Volk
geborene Sacher
verwitwete Hahn
verwitwete Volk
Wir sind sehr in Trauer.
Die Beerdigung fand am 26. Februar 1975 in Erlangen auf dem Neustädter Friedhof statt.
Albrecht Sacher und Frau Hedwig
75 Karlsruhe, Hertzstraße 152
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
