Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 139
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Velikonoční poselství ve Svatém roce 1975

Die Osterbotschaft im Hl. Jahr 1975

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,
Und deine Auferstehung preisen wir.

Liebe Landsleute!

Die Tatsache, daß die meisten unserer Heimatblätter mein priesterliches Wort zum Weihnachtsfest angenommen und veröffentlicht haben, hat mich ermutigt, auch zum kommenden Osterfest ein Gleiches zu tun. Auch Ostern ist in Gefahr, zweckentfremdet zu werden, seines christlichen Gehaltes entleert und zu einem Frühlingsfest umfunktioniert zu werden. Deshalb kann eine Besinnung auf die christliche Osterbotschaft nur nützlich sein.

Zu den eindrucksvollsten Neuerungen der Liturgie in nachkonziliarer Zeit gehören die neuen Hochgebete, die uns mitten hineinführen in das Paschamysterium vom Leiden, Sterben und der Auferstehung unseres Herrn. Dieses Paschamysterium aber ist der Inhalt des christlichen Osterfestes. Der Kern des Hochgebetes ist der Einsetzungsbericht mit den Wandlungsworten und der Akklamation vom Tod und der Auferstehung: „Denn am Abend, da er ausgeliefert wurde und sich dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es und reichte es seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet und esset alle davon: das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird. Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum und reichte ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet und trinket alle daraus: das ist der Kelch des ewigen Bundes: mein Blut, das für Euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis!"

Damit sind wir mitten hineingestellt in das Geschehen des letzten Abendmahles am Gründonnerstag und des Kreuzestodes am heiligen Karfreitag. Was damals in geschichtlicher Wirklichkeit geschehen ist, können wir nachlesen in der Leidensgeschichte, wie uns die 4 Evangelisten berichten. Die geschichtliche Heilstat Gottes von damals wird in der Liturgie der Kirche zur kultischen Gegenwart. Diese Wirklichkeit kann aber nur im Glauben erfaßt werden, deshalb auch der Ruf des Priesters in die Gemeinde hinein: Geheimnis des Glaubens! Die Gemeinde der Glaubenden aber antwortet: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!"

Nun sollst Du Dich einem österlichen Test unterziehen. Ist es noch Dein unangefochtener Osterglauben? Ich glaube, daß unser Herr Jesus Christus durch seinen Tod die Sünde der Welt hinweggenommen hat und Versöhnung stiftete zwischen Gott und den Menschen. Kreuz und Kreuzestod bleiben auch für den Glaubenden ein Geheimnis, aber für ihn liegt im Kreuze Christi Trost, Kraft, Heil und Hoffnung. Ist das noch Dein Osterglaube: „Ich glaube an Jesus Christus, der am dritten Tage von den Toten auferstanden ist?" Vom Karfreitag bis zum Ostermorgen war Jesu Leib im Grab geborgen und dann geschah nach antiker Zählung am 3. Tag, am Ostermorgen des Herren Auferstehung, wie uns die biblischen Texte berichten. Wir können beides bekennen: Gott hat seinen Sohn auferweckt oder der Gottmensch Jesus Christus ist von den Toten auferstanden aus eigener Kraft.

Die Botschaft der Auferstehung wird auch diesmal für viele Selbstherrliche anstößig sein und wird Zweifler finden. Wir sollen uns aber nicht irreführen lassen und das bekennen, was in allen Jahrhunderten der Glaube der Kirche war: Resurrexit — Er ist

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