Unsere Gedenkstätte in Auerbach
[obr] Die Gedenkstätte in Auerbach. — Wir wollen sie erhalten!
Sollten Landsleute zur Erhaltung der Gedenkstätte in Auerbach eine Spende erübrigen können, so bitte ich diese an unseren Landsmann Anton Kunzmann in Auerbach, Enge Gasse 3 überweisen zu wollen. Landsmann Kunzmann betreut seit 24 Jahren unsere Gedenkstätte. Sie muß im Jahr zweimal bepflanzt werden. Wer ein Grab zu betreuen hat, weiß es. Diese Anpflanzung ist mit Geldaufwendungen verbunden.
Umsonst bekommt man halt für ideelle Sachen nichts mehr. Zu Allerheiligen und Allerseelen stellt er stets eine Opferbüchse an der Gedenkstätte auf. Es sind meistens 40—50 DM, die einkommen. Nun mußte in diesem Jahr ein neuer lebender Zaun angepflanzt und die alte Hecke entfernt werden. Es sind Kosten in Höhe von 100 DM entstanden. Ich meine, es ist unsere Pflicht, wenn wir schon derartige Gedenkstätten errichten, daß wir sie auch gemeinsam unterhalten. Es ist doch eine edle Handlungsweise, wenn eine Gedenkstätte kostenlos gepflegt wird. Ich möchte auf diesem Wege der gesamten Familie unseres Landsmannes Anton Kunzmann danken, die diese Pflicht freiwillig auf sich nahm. Letzten Endes gilt es auch unser Gesicht in der Patenstadt zu wahren. Wir dürfen keinen Anlaß geben, sich über unsere Gesinnung zu mokieren. Unseren Landsleuten, die in Auerbach wohnhaft sind, wollen wir nicht allein die Lasten überlassen. Bereits 25 Schlaggenwalder sind auf dem dortigen Friedhof begraben. Die Reihen lichten sich.
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