Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 138
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Dopis z Los Angeles

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aus dem Haus. Die nächste Stunde, die gehört mir und meiner Wesenheit. Die Sonne, die untertags doch sehr grell und heiß wird, geht dann gerade auf, durchflutet das Kaminzimmer, mischt sich mit der Nachtkühle, eine ideale Atmosphäre! In dieser Stunde, ein Gottesgeschenk, da finde ich mich und das Sonnenland, davon ein jeder Mensch eine Ahnung in sich trägt, weil er ja daher kommt. Um 8 Uhr hat mich der Tag. Die Kinder wachen auf, verlangen Frühstück, ein wenig später hat der Alltag begonnen.

Innen ist nun alles soweit in Ordnung. Nun wartet noch ein Ödland darauf in einen Garten verwandelt zu werden. Mit einer großen Betonfläche, die sich hier stolz Terrasse nennt und sich gegen Mittag zum Brutkasten entwickelt, haben wir hochfliegende Pläne, sie in ein kühles Blumen- und Sträucher-Refugium zu verwandeln; allerdings müssen wir vor Ausführung Rücksicht auf unseren Geldbeutel nehmen.

An Arbeit fehlt es nicht. Auch ich habe Fernziele, die augenblicklich aber noch Träume sind. Aber träumen darf man und man muß nur fest daran glauben, dann nehmen sie auch reale Gestalt an. Die Sehnsucht nach den Eltern, der Heimat und den Freunden bleibt. —

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Slavkovské posezení o krmášich v Oberkochenu

Schlaggenwalder Kirwa-Treffen in Oberkochen

Das Schlaggenwalder Treffen am 7. und 8. September 1974 bei Oswald Weidl in Oberkochen, das anläßlich der Kirwa mit gedacht war, war für die Teilnehmer ein sehr schönes Erlebnis. Wieder fanden sich Landsleute ein, denen man viele Jahre nicht begegnet war. Die Bewirtung und Unterbringung war vorzüglich. Die Familie Weidl hat keine Mühe gescheut, uns den Aufenthalt in ihrem gastlichen Hause so angenehm wie nur irgendmöglich zu gestalten. Ihre Großzügigkeit verdient ein großes Lob und ich möchte daher im Namen aller Landsleute, die der Einladung gefolgt waren, den Gastgebern Frau Weidl und unserem Landsmann nochmals herzlich danken.

Nicht versäumen möchte ich auch den Landsleuten Franz Rippl und seiner Frau Brunhilde für den schönen Lichtbildervortrag meinen Dank zu sagen. Landsmann Rippl führte uns damit ein Stückchen Heimat vor. Er zeigte uns Bilder, die seine Tochter in diesem Jahr bei einem Besuch in Rabensgrün durch die Kamera eingefangen hat. Es war für uns alle erschütternd zu sehen, in welchem Zustand sich unsere Heimat befindet. Totaler Verfall in den Ortschaften. Verlottert die Wege und Straßen. Auch hier wird mit dem Aussterben der letzten Deutschen der Ort Rabensgrün von der Landkarte gelöscht sein.

Es ist den jungen Leuten nicht hoch genug anzurechnen, wenn sie dem Drange nachgehen, doch einmal das Geburtsland und die Orte aufzusuchen, in denen ihre Eltern geboren wurden und gewirkt haben. Es wäre nur zu wünschen, daß sich unsere Jugend dort einmal umschaut, als große Urlaubsreisen in südliche Länder zu unternehmen. Heimatkunde hat von jeher in unseren Schulen daheim einen großen Raum im Lehrplan eingenommen. Wir wußten wo Deutsche in der ganzen Welt gesiedelt hatten. Vom Unterricht her war uns das Banat, Siebenbürgen, Ost- und Westpreußen, Elsaß-Lothringen usw. recht gut vertraut gemacht worden. Aber fragen wir einmal einen hier Alteingesessenen nach dem Sudetenland. Es wäre eine Überraschung, wenn er das genau sagen könnte. Mir selbst wurde schon gesagt, das müsse in Polen sein. Nun wir können es ja an unseren Kindern und Enkeln selbst erfahren, was sie heute über diese Gebiete noch gelehrt bekommen. Da ist die Mengenlehre im Vordergrund, mit der niemand etwas anfangen kann. Die Amerikaner, die dieses modische Rechnen eingeführt haben, und denen die Deutschen doch alles sofort nachmachen müssen, sind schon lange daraufgekommen, daß diese Sache unnütz für die Schulen ist, und sie haben es schon lange wieder abgeschafft. Aber wir Deutschen können doch nicht zugeben, daß etwas falsch gemacht wurde, und so werden unsere Schulkinder eben weiter damit gequält. Aber das ist ja nicht unsere Sache im HB. Wichtig ist, daß wir unseren Nachkommen von unserem einstigen Leben viel berichten und so die Zuneigung zu unserer Heimat in ihnen erhalten. Sie werden einmal beurteilen müssen, ob das eine gerechte Lösung war, Millionen Menschen im mitteleuropäischen Raume auf so grausame Weise von ihrem jahrhunderte langem Besitztum zu vertreiben. Vielleicht tragen sie einmal dazu bei, eine humanere Gesellschaft erstehen zu lassen. —

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