Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 137
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Josef Blaidl, München DM 5,60
Ernst Pächer, Überlingen DM 9,—
Ernst Heß, Hirschhorn DM 55,—

Eine Sammlung bei unserem Heimattreffen im kleinen Rahmen in Lettgenbrunn am 30. 6. 1974 erbrachte den Betrag von 182,20 DM.

Für diese großartige Unterstützung sage ich allen Spendern recht herzlichen Dank. Ich werde mich bemühen, den Heimatbrief recht reichlich mit Erinnerungsbildern auszustatten. So möchte ich gleich auf die heutige Bebilderung hinweisen. Unser Titelbild wird besonders die in der Neustadt wohhaft gewesenen Landsleute erfreuen, aber auch diejenigen, die jeden Sonntag die St. Annakirche zum Gottesdienst aufgesucht haben. Das Kuhgespann, das beim damaligen Heimatfest mitwirkte, wurde von Anton Otto gelenkt. Es zeichnete sich durch das Prachtgeschirr aus, daß nach meiner Information das schönste im ganzen Ort gewesen sein soll. Die damalige Jugend, die den Wagen ziert, ist heute im reifen Alter von mehr als einem halben Jahrhundert. So vergeht die Zeit, wird man sagen. Zwei Mädchen und ein Bub stammen aus dem Gasthaus „Zur Krone". Sie werden sich freuen sich so wieder zu sehen.

Der „Rote Ochsen" erweckt in uns bestimmt schöne Erinnerungen an unseren Markt und besonders an Frau Reitmann mit ihrem Kino. Hat sie doch für eine Abwechslung im grauen Alltag gesorgt, die sehr viele genüßlich aufgenommen haben. Ihre Tom Mix-Filme sind mir heute noch in guter Erinnerung und die Melodien, die der Gareis Ferdl dem altersschwachen Klavier in den 20iger Jahren entblockte, waren auch gut anzuhören.
Gegenüber des stattlichen Gebäudes des Hotels „Roter Ochsen" stand gleichfalls ein ansehnlicher Bau. Wie wir aus dem Bildchen ersehen, erfreuten sich die Kaufmannseheleute Emma und Hans Schröck des Lebens. Sind es nicht schöne Erinnerungen an das alte Schlaggenwald und ihren Bewohnern?

Auch der Fortschritt kam bei uns nicht zu kurz. Das beweist das komfortable Auto, das da vor dem gastlichen Haus steht. Ja, der Gareis Lois war damals nicht nur ein passionierter Jäger, auch als Automobilist hat er sich Verdienste erworben. Dabei denke ich an das Vehikel, das er zu einem Faschingsball zusammengebastelt hat und damit in den Ochsensaal gefahren kam.

Für die Turner dürfte das Bild eine schmerzliche Erinnerung hinterlassen. Denn viele dieser jungen Gesichter haben ihr Leben im Krieg lassen müssen. Es bedarf wohl keiner Beschreibung wer die Gesichter darstellen. Diese werden noch bei allen Schlaggenwaldern in guter Erinnerung sein. Eine Attraktion dürfte das heutige Gmoibild von Schlaggenwald sein. Darauf wird sich so mancher selbst noch erkennen. Ich möchte mir ersparen die vielen Namen anzuführen. Ich habe nur eine Bitte: Sollte jemand noch Bildmaterial haben, daß sich für unseren HB eignet, so bin ich gerne bereit, dieses zur Ausgestaltung unseres Heimatblättchens zu verwenden. Gewiß gibt es bei so manchen noch schöne Erinnerungen.

Jetzt habe ich noch eine Bitte in eigener Sache: Immer wieder treffen bei mir Zahlkartenabschnitte ein, die meinen Absender tragen. Ich kann es nicht verstehen wie so etwas möglich sein kann. Es steht doch deutlich auf dem Abschnitt, was mir gehören soll. Wie schwer es für meine Frau ist den richtigen Einzahler des Betrages zu ermitteln, kann sich niemand vorstellen. Es ist damit ein großer Zeitaufwand verbunden. Die Zahlkarte ist doch schon von mir bereits soweit ausgefüllt, daß der Einzahler nur noch den Betrag und seinen Absender anzugeben braucht. Ich habe nicht die Zeit, auch noch den Absender auf die Zahlkarte zu schreiben. Bitte bei künftigen Einzahlungen darauf achten zu wollen.

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