⟵ věta pokračuje z předchozího listu
dörren. Auch ich war mit meiner Beschäftigung beim Dampferdreschen zufriedener. In der Scheune war es schön kühl und es gab so manche Verschnaufpause. Auch blieb uns viel mehr Geld, als wir uns durch das Pflücken verdient hätten. Ich hatte je an einem Sonntag einen Versuch gestartet. Nie wieder, sagte ich mir. Dabei bin ich auch geblieben.
Als ich es heraus hatte, wie ich von der Dampfmaschine den Treibriemen zur Dreschmaschine runterschmeißen konnte, obwohl ich für die Technik gar nicht tauge, da gab es für alle eine Kunstpause. Nur der Betreuer der Dampfmaschine kam jetzt ins Schwitzen, und ich konnte mich für seine, mich geärgerte Schlemmerei, ein bißchen schadlos halten. Hei wie sprang dieser hurtig daher und mußte das schwere Ding von Treibriemen wieder auflegen. Aufatmend haben sich die Einleger und andere den Schweiß abgewischt und geduldig gewartet, bis das Ungetüm funkenspeiend das Werk wieder in Gang brachte. Er konnte noch so viel versuchen, er fand meinen Trick nicht heraus. Denn bevor er die Presse inspizierte, hatte ich alles schon abgeräumt. So wie er mich im Auge hatte, genau so hatte ich auf ihn aufgepaßt. Er dürfte wohl geahnt haben, daß die Störung von der Scheune hergekommen war.
Nach 2½ Wochen war das Dreschen vorbei. Aber die Pflückzeit war noch nicht zu Ende. Wir hatten jedoch keine Lust zum Hopfenpflücken, so schwirrten wir in der Gegend herum. Die Kartoffelsuppe machte uns niemand streitig, denn Frau Steidl wußte nicht, daß wir arbeitslos waren und der Verwalter hatte wahrscheinlich an uns auch nicht mehr gedacht. Also hielten wir uns noch einige Tag schadlos. Aber der Schweizer spielte uns einen Streich. Plötzlich wurde er wild, daß ihm sein gutes Heu so vergammelt werde. Aber sein Schimpfen vergalten wir mit Spott. Nur rächte er sich ganz häßlich. Plötzlich tauchte die Polizei auf. Beim Heuholen ist er auf ein Nest gestoßen, in dem einige Äpfel gelagert waren. Nun war es klar, wer ins Land fuhr, der brachte auch Obst mit heim. Daß solches recht reichlich an den Straßen wuchs, war überall ersichtlich. Bei den kargen Einnahmen war es nicht verwunderlich, wenn man sich des Obstes bediente. Da stand der Herr Wachtmeister vor uns, hatte einige hübsche Rucksäcke in der Hand und wartete darauf, wer sich wohl aus der Menge als Täter herausschälen würde. Aber man verzichtete auf die Hülle samt dem Inhalt und zog es vor inkognito zu bleiben. Auf dem Heuboden schliefen einige Herren, die zu einer Partie aus der Teplitzer Gegend gehörten, und das Delikt dürfte ihnen zuzuschreiben gewesen sein; denn so komfortable Rucksäcke waren bei uns nicht in Gebrauch gewesen. Auf alle Fälle hat der Freund und Helfer mit einem Achselzucken das Gelände verlassen. Wir hatten unsere Ware wohlweislich etwas tiefer im Heu vergraben gehabt. Danach hat der brave Beamte aber nicht gesucht. Es wäre für uns ja eine Schmach gewesen ohne Äpfel aus dem Land heimzukehren. Und gekauft durfte dieser Artikel schon gar nicht sein, denn er hätte nie so gut geschmeckt.
Auf alle Fälle war nach 2 Tagen dieses Auftrittes die Pflückerzeit vorbei und die Heimreise begann. Ein kurzer Besuch in Saaz bei Tag. Meist sind wir am Sonntagabend in der Stadt im Kino gewesen. Zur Pflückerzeit fiel es nicht auf, wenn man etwas deformierter ausgesehen hat.
Dann brachte uns die Eisenbahn in unser Städtchen zurück. Genau zur richtigen Zeit, um am darauffolgenden Sonntag ordentlich die Kirchweih mitfeiern zu können und einige Touren auf dem „Nolli" seiner „Berg- und Talbahn" und anderen Spielen drehen zu können.
R. B.
Der Heimatbrief ist die Brücke zur Heimat!
Werben Sie einen neuen Bezieher!
[
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
