Partnerstädte in Ost und West.
Die Zeiten, in denen bundesdeutsche Städte und Kreise, ja ganze Länder Patenschaften für Deutsche aus den Vertreibungsgebieten übernommen haben, scheinen leider fast vorüber zu sein.
Neuerdings erheben sich aber immer häufiger Fragen danach, ob deutsche Städte ein Partnerschaftsverhältnis mit Städten im Ostblock eingehen sollten.
Dazu scheint es nötig, folgendes festzuhalten:
Wir begrüßen alles, was einer echten Verständigung zwischen den Völkern dienen könnte. Allerdings scheint heute eine solche Verständigung nicht gewährleistet, da Partnerschaften der Zeit nur mit den augenblicklichen Machthabern, nicht aber mit der Bevölkerung selbst vereinbart werden könnten.
Es ist daher wohl angebracht, solche Absichten zurückzustellen, bis sich die Achtung vor den Menschenrechten, der freie Reiseverkehr und der unbehinderte Austausch von Meinungen und Informationen auf beiden Seiten als gesichert erweist.
Partnerschaften zwischen deutschen Städten und solchen, die bis 1945 deutsch besiedelt waren, nunmehr aber von fremdem Volkstum bewohnt sind, würden eine Provokation der deutschen Heimatvertriebenen darstellen, wären der Völkerverständigung nicht dienlich und stünden im Widerspruch zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 31. 7. 1973.
Die Ente!
Die Oma kauft zum Wochenend'
weil's wurscht ist — a ra mal a Ent.
Der Opa sieht dös saubere Vieh —
„Mei, sagt er — „auf Dich freu' ich mich!"
Doch bald — man glaubt es kaum —
wer's aus g' west mit den Sonntagstraum . . .
Denn in der Kirchen sitzt am Sonntagfrüh
die Oma. Sie denkt beim beten — jetzt werd' ich hin.
O, lieber Gott, daheim der Ofen brennt,
und in der Röih'ja steht die Ent' . . .
Die Oma schwitzt beim Evangelium,
Manna — Manna so ein Misterium. —
O Gott, seufzt sie, beim Lenvendentum,
wer dreht daheim die Meine um ? ? —
Das Hochamt war noch nicht zu End',
heim rennt die Oma zu ihrer Ent'.
Nicht schnell genug fuhr heut der Lift,
sie schnuppert nach verbrennten Düft' . . .
Doch zum Glück — o Heilig's Mutter Annerl!
Die Ent' lag knusprig braun im Pfannerl. —
Gerettet war der Sonntagsbraten.
Der Opa konnt' sein G'lusterer laben.
Anna Neidhardt
[
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
