Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 135
/ 32
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 2
Požehnané Velikonoce – radostné Aleluja!

Gesegnete Ostern - Ein frohes Alleluja!

Liebe Landsleute!

Das weihnachtliche Wort, das ich stellvertretend für unseren Herrn Weihbischof Kindermann für die Heimatblätter schreiben durfte, hat bei den Redaktionen und vielen Lesern gute Aufnahme gefunden. In vielen Briefen wurde ich gebeten, auch für das Osterfest ein priesterliches Wort zu schreiben. Gerne entspreche ich dieser Bitte.

Die Kirche feiert Ostern als das Fest der Feste nicht einfach als geschichtliche und fromme Erinnerung an unseres Herren Leiden, Tod und Auferstehung, sondern als kultische Gegenwart. Ostern ist das Urfest der Christenheit. Die Kirche ist kein Erinnerungsverein, sondern sie feiert heute in kultischer Wirklichkeit den Tod und die Auferstehung unseres Herrn. Wir feiern Ostern als ein Ereignis des Heiles heute, wir schauen rückblickend auf das, was einmal an Christus geschah und bewältigen damit die Zukunft. Die Erinnerung wird zur Hoffnung.

„Christus ist erstanden! Ja, er ist wahrhaft auferstanden!"

So beten und grüßen sich die Christen der Ostkirche am hohen Ostertag. Damit sprechen sie aus, was wir heute in der Sprache der Liturgie das Paschamysterium nennen, das zentrale Heilsgeschehen von Tod und Auferstehung. Dieses österliche Geheimnis von Tod und Auferstehung feiern wir aber nicht nur Ostern, sondern an jedem Fest und jeden Sonntag als Herrentag. Jeder, der gläubig mitfeiert, wird beglückend erfahren, was die Kirche als Ganzes rühmt: „Wir rühmen uns im Kreuz unseres Herrn † In IHM ist die Auferstehung, Heil und Leben † Durch IHN sind wir gerettet und erlöst."

Ostern bleibt natürlich zutiefst ein Geheimnis unseres Glaubens. Die Auferstehung Jesu reicht in jene Dimensionen, die nicht mit der menschlichen Ratio und nach wissenschaftlichen Methoden ausgeleuchtet werden können, sondern nur im Glauben bewältigt werden können. Die Osterevangelien nennen einige Fakten, die unseren Glauben erleichtern: das leere Grab, die Erscheinungen des Auferstandenen, die Wandlung der Jünger aus menschlicher Verzweiflung in die Glaubensüberzeugung: Jesus lebt! Das ist die Glaubensüberzeugung der Apostel und der ältesten Kirche, aber auch der Glaubenden zu aller Zeit: Jesu Auferstehung das Werk des Vaters, der seinen Sohn als den verheißenden Erlöser und Retter bestätigt. Das Erlösungswerk, das am Kreuze begonnen hat, wird durch die Auferstehung vollendet. Auch heute gilt das Paulus Wort (1 Kor. 15,14): „Wäre Christus nicht auferstanden, wäre hinfällig unsere Predigt und töricht Euer Glaube, wir wären falsche Zeugen Gottes."

Das leere Grab: Nach allen Evangelien wurde das Grab Jesu am Morgen des Ostertages leer aufgefunden. Diese Feststellung begründet zwar noch keine Auferstehung, aber Jünger und Frauen verkünden diese Botschaft vom leeren Grab in ganz Jerusalem und auch die Feinde des Herrn haben ihrer Botschaft nicht widersprochen. Das leere Grab bringt die Jünger zuerst in Bestürzung. Ihre Enttäuschung über Jesu Tod war zu groß, als daß ein leeres Grab hätte den Glauben an die Auferstehung wecken können. Sie brauchen Begegnungen mit dem Auferstandenen, sie müssen seine Wunden berühren, um sich zu überzeugen, daß es der

věta pokračuje na dalším listu ⟶

list 2 z 32
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.