Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 134
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Zachraňme Vánoce! – vánoční slovo Mons. Dr. Karla Reiße

Kirche seit ältester Zeit und der Christenheit ist es immer gewiß gewesen, daß Jesus Christus ihr einziggeborener Sohn ist. Stell Deinen Glauben auf den Prüfstand, ob dies noch Dein Weihnachtsglaube ist? Wenn Du daran zweifelst, verkennst Du die Macht und die Liebe Gottes.

Weihnachten ist eine Tat Gottes.

Gottes Sohn kommt aus der Macht und Herrlichkeit seines Vaters und wird Mensch mit aller Begrenztheit und Armseligkeit wie wir, die Sünde ausgenommen. Unsere Tat soll es sein, den Herrn glaubend anzunehmen, damit wir zu denen zählen, denen er Macht gab, Kinder Gottes zu werden. Wir wollen ihn liebend aufnehmen in jedem unserer Menschenbrüder, die hungernd, frierend, entblößt und armselig an uns vorübergehen, denn mit ihnen setzt er sich gleich. Unsere Tat soll es sein, die Botschaft vom Weihnachtsfrieden weiterzutragen, wo immer wir stehen.

Nun, liebe Freunde, wenn das Euer unangefochtener Weihnachtsglaube ist, dann könnt Ihr, ohne das Fest zu verfälschen, Krippe und Brauchtum, weihnachtliches Lied und Wort und alles, was einmal in der Heimat Weihnachten zum schönsten aller Feste machte, weiter pflegen.

Denkt daran, wie man einmal in bitterer Not, doch fröhliche Weihnachten feiern konnte. Wir wollen mit Weihnachten leben auch über die heiligen Tage hinaus, wie einmal daheim Dreikönig und Maria Lichtmeß zweiter und dritter Heilig Abend war. Seien wir im ganzen Neuen Jahr Boten und Künder des Friedens, machen wir unser Leben zu einer Demonstration der Liebe.

Für dieses neue Jahr wünsche ich Euch auch im Namen meiner Mitbrüder Gottes Segen. Wir wollen beisammenbleiben und uns bei Wallfahrten und Heimattreffen, bei Gottesdienst und festlicher Feier an vielen Orten wiedersehen. Möge es für unsere Kirche, für unser Volk, für unsere Volksgruppe ein gesegnetes Jahr werden.

Msgr. Dr. Karl Reiß
Leiter des sudetendeutschen Priesterwerkes

Zu Ihrer Information:

In der Bundesrepublik Deutschland hat jede Heimatdiözese des böhm.-mährisch-schlesischen Raumes ihren beauftragten Sprecher:

1. Prag: Msgr. Dr. Karl Reiß, 605 Offenbach/Waldheim
2. Olmütz: Msgr. Prof. Dr. Stefan Kruschina, 6241 Seelenberg/Ts.
3. Leitmeritz: Msgr. Georg Zischek, 8833 Eichstätt
4. Budweis: Pfarrer Josef Dichtl, 8221 Harpfetsham
5. Königgrätz: Msgr. Josef Kubek, 6292 Weilmünster
6. Brünn: Pfarrer Julius Apeltauer, 6431 Wölf
7. für den Sudetendeutschen Anteil der Erzdiözese Breslau: Msgr. Prof. Dr. Richard Otto, 8851 Wörnitzstein
für die Karpathendeutschen Priester (als vorläufiger Vertreter) Pfarrer Josef Maday, 6842 Bürstadt

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