Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 134
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Vánoční pozdrav krajanům a slavnost otevření Egerlandského kulturního domu v Marktredwitz

Liebe Landsleute!

Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind nicht mehr allzu ferne. So möchte ich allen Landsleuten recht frohe Festtage wünschen und für das kommende Jahr 1974 viel Glück und Gottessegen. Mögen viele Hoffnungen zum Erfolg werden.

Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützten und somit erheblich zur Sicherung der Herausgabe unseres Heimatbriefes beigetragen haben. Mein Wunsch für das kommende Jahr wäre, daß mir weiterhin das Wohlwollen aller Leser beibehalten bleiben möge, und es mir gelänge, einen für alle ansprechenden Heimatbrief zu erstellen.

Euer Richard Brummeissl

Wie alljährlich, so werden wir auch in diesem Jahr von dem Spendenbetrag allen in den Altenheimen befindlichen Landsleuten durch eine Paketspende eine Freude bereiten. Wir wollen damit unsere Verbundenheit mit ihnen beweisen und ihnen die Gewißheit vermitteln, daß wir unsere alten Leute nicht vergessen. Gerade sie trifft es hart in der Fremde die letzten Lebensjahre verbringen zu müssen. Mit Hermann Häuser und Albin Steinwasser wurde diese Angelegenheit besprochen und durch Rechnungslegung werde ich mir Entlastung über die Ausgaben erteilen lassen. Die Unkosten werden im nächsten Heimatbrief aufgeführt erscheinen.

Landsmann Erich Häuser berichtete mir von den Festtagen anläßlich der Einweihung des Egerland-Kulturhauses in Marktredwitz. Es waren zwei wunderbare Festtage. Kulturell wurde sehr viel geboten und das bleibt allen, die es erlebt haben, unvergeßlich. 90 Vereine bildeten am Sonntag den Festzug, überwiegend natürlich die Egerländer Gmoi aus der ganzen Bundesrepublik. Eine besondere Freude war wiederum die Begegnung mit den Landsleuten aus unserer engeren Heimat und Umgebung. Wieder trafen sich Landsleute, die sich seit der Vertreibung nicht mehr gesehen hatten. Welche Freude in den Begrüßungen ausgedrückt wurde, läßt sich schwer beschreiben. Da waren Schlaggenwalder, Schönfelder und viele aus den umliegenden Ortschaften anzutreffen. Man sah nur freudige Gesichter. Das Wetter war wunderbar, und das gab den rechten Rahmen für diese Veranstaltung. Da bei uns daheim von jeher Musik beheimatet war, so waren auch an diesen Festtagen zahlreiche Musikanten versammelt. Sie erfreuten alle Teilnehmer mit den ihren Instrumenten entlockten Weisen. Eine Hochstimmung lösten 300 Musiker aus, die gemeinsam den Egerländer Marsch und den Bayerischen Defiliermarsch intonierten.

Nach Zeitungsberichten haben etwa 55.000 Personen an den Veranstaltungen während der Festtage teilgenommen. Am Sonntag sind etwa 5.000 Personen in Trachten im Festzug marschiert. Eine stolze Bilanz für diese ewig Gestrigen, die der alten Heimat sich immer noch in Treue verbunden fühlen. Unzählige säumten die Straßenränder und belagerten die Fenster der Häuser, durch deren Straßen der Festzug führte. Immer wieder brauste stürmischer Applaus für die verschiedenen Trachtengruppen auf. Der Beifall rauschte durch die Straßenzüge wie ein Orkan. Obwohl man die größten Zelte, die nur aufzutreiben gewesen waren, auf dem Festplatz aufgebaut hatte, fanden viele Tausend keinen Platz.

Alle Kirchen in Marktredwitz waren bei den Gottesdiensten überfüllt. Die Pontifikalmesse in der Herz Jesu-Kirche in Marktredwitz zelebrierte Prälat Dr. Wolfgang Rud. Böhm, Abt des Stiftes Tepl. Er hatte auch am Samstag das Egerland-Kulturhaus geweiht.

Wie immer bei großen Veranstaltungen war auch das Fernsehen dabei. Leider hat man von dem Dargebotenen nicht viel übertragen. Man will halt in der breiteren

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